St. Kilda Beach in Melbourne

St. Kilda Beach in Melbourne

Nachdem wir gestern das hoch angepriesene Alternativen- und Künstlerviertel erkundschaftet haben, sollte es heute mit besser werdendem Wetter in Richtung Strand gehen. Die Melbournesianer zieht es hierzu nach St. Kilda Beach. Hier zeigt sich alles, was gesehen werden will – die muskulösen Herren meist oben ohne – und leider auch was man lieber nicht sehen möchte.

Mit der Tram Linie 96 ging es in den Außenbezirk St. Kilda, der ebenfalls als Künstlerviertel bekannt ist. Nicht nur aufgrund des Wetters sah es hier wesentlich freundlicher aus als die anderen bisher gesehenen Vororte. Da wir bereits über eine Stunde mit den Öffentlichen unterwegs waren und es auf den Mittag zuging, suchten wir uns zuerst ein nettes Restaurant. Uns fiel ein Schild auf, dass „the best food in town“ anpries. Challenge accepted! Wir wählten ein traditionelles Gericht aus Sri Lanka aus und konnten die Behauptung auf dem Schild freudig bestätigen. Auf der Skala von Stefan Raab würde dieses Restaurant ein „Super Extra Plus“ erhalten. Interessant war in diesem Restaurant auch der Weg zur Toilette, der direkt durch die Küche und vorbei an den brodelnden Kochtöpfen führte. Der Koch musste beim Passieren der Gäste jedesmal zur Seite hüpfen. Während ich mir den Weg zur Toilette bahnte, stellte ich mir den Genehmigungsprozess eines solchen Konzeptes in Deutschland vor und die Reaktion der Person beim Gesundheitsamt: „Sie wollen… bitte was?“

Nach diesem vielschichtigen Erlebnis stand das Standardprogramm auf dem Plan – was man halt so macht, wenn man im Urlaub eine Großstadt besucht. Shoppen, Beachpromenade und natürlich Haare schneiden 😉 – ein neuer Haarschnitt für mich war dringend überfällig. Unser erster Eindruck der Gegend bestätigte sich beim Bummeln durch das kleine Vorort-Städtchen, sodass wir uns schnell entschieden den morgigen Tag ebenfalls hier zu verbringen und noch tiefer in die verwinkelten Strassen einzutauchen.

Nach unserem Touri-Programm ging es auf dem gewohnten Wege zurück zum Camper. Unser Abendessen besorgten wir im Supermarkt direkt neben unserem Camping Platz. Dieses Mal war es kein Coles oder Woolworth sondern ein asiatischer Supermarkt, dessen Name uns unbekannt blieb. Die riesige Halle erinnerte an einen Metro Großhandel. Es war unklar, ob die Haufen an Kartons in den Gängen chaotisch oder nach System platziert waren – dennoch, man fühlte sich wie Super Mario, der auf dem Weg zu einer Highscore war, während im Hintergrund die Top 10 der chinesischen Schlager die Luft elektrifizierte.

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