Great Ocean Route

Great Ocean Route

Es wird behauptet, dass die Great Ocean Route die schönste Küstenstrasse der Welt sei. Sie wurde zwischen 1919 und 1932 von Soldaten gebaut, die aus dem ersten Weltkrieg zurückkehrt waren. Im Grunde war das Bauprojekt eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und damals ahnte niemand wie viel Geld der Tourismus entlang der Straße einmal einbringen würde. 248km Strasse schlängeln sich an der Küste entlang – lang ist sie also schonmal. Gut besucht auch. Ca. 2,5 Mio. Touristen sind es, die pro Jahr die Aussicht entlang der Route genießen wollen und wir sind dieses Jahr drei davon.

Um auf die Great Ocean Route zu gelangen, machten wir uns aus Melbourne in Richtung Süd-Westen auf. Der Einstieg lag für uns bei bei Anglesea. Vorher kamen wir in Torquay vorbei. Hier wurden ein paar Surfklamotten-Shops strategisch hervorragend entlang der Strasse platziert, sodass wir ebenfalls in den Bann gezogen wurden und einen Parkplatz suchten. Während ich leer ausging und Nadcha ein Kleid abstaubte, schlug Nanette voll zu. Dabei werde ich hier von einer Auflistung absehen.

Es war bereits gegen 15.30h als wir den Camper wieder vom Kundenparkplatz der Surfshops bewegten. Im Anbetracht der Zeit war unser nächstes Ziel nun unser Nachtlager. Da wir bekanntlich keinen Campingplatz mehr ergattern konnten, mussten wir in einen Nationalpark etwas im Landesinneren ausweichen.

All zu weit sollte es nicht mehr sein – sagte die Entfernung in der Navigation. Leider erwartete uns mal wieder eine 8km lange Schotterpiste, die teils nur sehr langsam befahren werden wollte und sich so unsere Ankunft wie Kaugummi zog. Dennoch erreichten wir schließlich unser Ziel. Auf der Suche nach unserem Platz Nr. 14 mussten wir nach einiger Suche entsetzt feststellen, dass wir keinen Stellplatz für einen Camper gebucht hatten, sondern ein Zeltplatz, der eben nicht mit dem Camper erreichbar war. Was für eine schöne Bescherung. Naja, was soll`s. Kurzerhand stellten wir unseren Camper einfach auf einen Parkplatz. Im Park angemeldet waren wir ja und bezahlt hatten wir auch – da kann ja wohl keiner von „wild campen“ reden.

Nach erfolgreichem Einparken stand die Inspektion der Toiletten auf dem Plan. Dabei sagte mir eine Schlange auf dem Trampelpfad „Hallo“. Die schwarze Schlange mit rotem Bauch schien sich im Heimvorteil zu sehen und machte nur sehr gemächlich Platz, indem sie sich nur ein paar Meter weiter schlängelte und dort erneut liegen blieb. Auch wenn die rotbäuchige Schwarzotter für Menschen nicht zwingend tödlich ist, war das für mich natürlich genau das Richtige. Den Rest des Abends waren meine Antennen ausgefahren und ich hätte am liebsten mit den Füssen auf dem Tisch gegessen. Kurz vorm Schlafengehen entdeckten wir dann erfreulicherweise noch ein ungefährliches Beuteltier. Ein Opossum suchte vor unserem Camper gemächlich nach Essen und schaute hoch zum Camper, wahrscheinlich um uns gute Nacht zu sagen.

Dann eben auf dem Parkplatz

Koordinaten: S 38.39904 & O 144.02291

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