Dinner with the Koalas
30 160 Männer? Uhhh
Nadcha
Heute Morgen mussten wir zuerst die 30 Minuten Wellblechstrasse hinter uns bringen, bevor es wieder auf die Great Ocean Road ging. Es erwarteten uns entlang der Strasse wunderschöne Ausblicke auf die Küste und wir machten so manchen Halt, um die Szenerie zu geniessen. Außerdem war auf einem der Informationsschilder zu lesen, dass der dortige Strassenabschnitt von 160 Männern gebaut wurde, worauf Nadcha ihr Zitat aussprach. Derart große Zahlen sind für sie einfach noch nicht greifbar.
Auf dem Weg begegnete uns ein „Point of Interest-Schild“ mit dem Hinweis auf einen der größten Wasserfälle hier in der Gegend. Wasserfälle haben wir schon länger nicht mehr gesehen und so nahmen wir einen 20-minütigen Umweg ins Landesinnere in Kauf. Etwa einen Kilometer vor dem Parkplatz der Wasserfälle erwartete uns jedoch ein Hinweisschild mit der Info, dass die Strasse zu steil für Camper und Busse sei und daher nicht befahrbar. Ich fragte bei entgegenkommenden Touristen nach, ob wir die Strecke mit unserem Motorhome wohl schaffen und der Aussie im Auto war mal wieder ziemlich entspannt und „pretty sure“, dass wir runter und auch wieder rauffahren könnten. Also los. Der Umweg, die wirklich ziemlich steile Strasse und die gefühlten 500 Treppenstufen zum kleinen See des Wasserfalls lohnten sich sehr.
Nach einem kurzen Mittagsimbiss ging es im Anschluss weiter nach Kenneth River. Hier habe ich bei meiner letzten Reise wilde Koalas aus zwei Metern Abstand gesehen und hoffte auch auf einen heutigen Erfolg. Schließlich haben wir bisher auf der Reise noch keine wilden Koalas entdeckt. Nach einem Moment der Enttäuschung, denn große Teile des Waldes haben hier offensichtlich auch unter Bränden gelitten und Koalas schienen unwahrscheinlich, sahen wir tatsächlich ein ziemlich dickes Exemplar hoch in den Bäumen sitzen. Die Freude war riesig und wurde noch größer. Denn bei unserem Spaziergang durch das Waldstück sahen wir sechs Tiere in den Bäumen sitzen und Nadcha war wahnsinnig glücklich und stolz einen als Erste gespottet zu haben.
Nach diesem freudigen Abenteuer fuhren wir zur Abkühlung an einen einsamen und wunderschönen Strand. Dort wurde gegessen, gespielt und Nadcha und ich wagten uns sogar ins eiskalte Wasser. Herrlich erfrischt und gut gelaunt ging es dann zu unserem heutigen Campingplatz am Aire River Reserve. Dieser liegt erneut ziemlich weit ab vom Schuss im Nationalpark ohne Strom und Wasser und wir waren gespannt, wie sich die Anfahrt dorthin heute gestaltet. Die sechs Kilometer lange Schotter-/ Sandpiste war jedoch deutlich besser befahrbar als gedacht. Kaum dort angekommen, sahen wir andere Camper in die Bäume direkt vor unserem Standplatz zeigen. Das Glück ist heute echt mit uns. Direkt gegenüber unseres Camper wohnen zweieinhalb Koalas in den Bäumen. Den ganzen Abend konnten wir Papa-, Mama- und Baby-Koala beim Schlafen und Essen beobachten. Sogar beim Abendessen konnten wir die Tiere von unserem Tisch in den Bäumen sehen und außerdem die anderen Touris dabei beobachten, wie sie ihre Kameras zückten. Herrlich. Achteinhalb Koalas an einem Tag ist einfach unglaublich und ein krönender Abschluss für unsere Reise in Australien.





Koordinaten: S 38.80151 & O 143.47706
what3words: fürstentum.gelangen.gesprochenen