Lake Tekapo
Mit 15°C war der Morgen auf unserem Campingplatz am Mount Peel empfindlich kalt, sodass wir erst einmal den kleinen Heizlüfter einschalteten und einen heißen Kaffee tranken. Danach machten wir uns auf den Weg nach Lake Tekapo.
In Timaro hatten wir vom Inhaber des Campingplatzes – George – den Tipp bekommen einen kleinen Campingplatz am Lake McGregor anzusteuern. „Very pretty“ hieß es ausdrücklich und so sollte dieser unser Ziel werden.
Vorher wollten wir jedoch unseren Camper noch frisch machen. Frischwasser rein, Grauwasser raus und vor allem das Campingklo wollte geleert werden. Zum Glück ist Neuseeland flächendeckend mit öffentlichen Dump Points bestückt und auf unserer Route gab es 3 Stationen. Die erste Station wollte allerdings tatsächlich 10 NZD für die Entleerung haben. Es war uns bereits einige Male hier bei den Kiwis aufgefallen, dass man nicht mehr so generös ist wie in Australien. Kein freies und öffentliches WiFi, auf Touren soll man sein eigenes Essen und Trinken mitbringen, keine öffentlichen BBQ Stellen mehr, deutlich weniger öffentliche Duschen und jetzt auch noch ein kostenpflichtiger Dump Point. Ich erinnerte mich an den Neuseeländer in Darwin, der uns bereits dort warnte: Die Kiwis versuchen möglichst viel aus den Touristen heraus zu holen – und so langsam verstand ich es… Also kehrten wir dem unverschämten Dump Point den Rücken und versuchten unser Glück beim nächsten in Lake Tekapo.
Die Strasse führte uns nach einem geschlängelten Anstieg über eine riesige Hochebene, die den Blick auf das riesige Bergmassiv in der Ferne freigab – einfach atemberaubend. Über die Hochebene ging es dann runter auf Lake Tekapo zu. Auch dieser Blick war „jaw dropping“ wie es die Kiwis sagen. Mit offenen Mündern fuhren wir dem türkis-blauen See entgegen, der von Bergen eingerahmt wurde. Die Fahrt in das Örtchen hätte ruhig länger dauern dürfen.
Nachdem wir bei beeindruckender Panoramakulisse unseren Camper und auch das Campingklo wieder frisch gemacht hatten, ging es anschließend ins Örtchen. Hier schlenderten wir im Stadtzentrum von Lake Tekapo – das lediglich aus einer längeren Strasse bestand – durch die Geschäfte. Hier viel unsere Aufmerksamkeit auf einen Anbieter für Rundflüge. Geflasht von den frischen Eindrücken fackelten wir nicht lange rum und machten für morgen einen Helikopterflug klar, der uns von Lake Taupo bis zu Aroaki (Mount Cook) und den Franz Joseph Gletscher bringen soll. Man gönnt sich ja sonst nichts…
Da wir unverhofft mit einem Fingerschnipp sehr viel Geld ausgegeben hatten, hielten wir es für das Beste, nicht länger in Lake Tekapo zu verweilen und zu unserem Campingplatz zu fahren. George hatte nicht übertrieben. Der Blick war tatsächlich wundervoll und unbezahlbar. Nachdem wir die 20 NZD für den Stellplatz in die „Honest Box“ geworfen hatten, machten wir eine kleine Wanderung zum angrenzenden Lake Alexandrina. Hier nisteten zahlreiche Haubentaucher (Southern Crested Grebes) Vögel und auch Merino-Schafe waren unsere Wegbegleiter. Nach der Wanderung sprangen wir dann tatsächlich noch zur Abkühlung in unseren Haussee am Campingplatz. Was für ein gelungener Tag.









Koordinaten: S 43.93861 & O 170.46739
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