Purakaunui Bay

Purakaunui Bay

Gut, dass wir gestern noch das volle Programm abgespult und sowohl die Pinguine und Seelöwen als auch die Maoraki Bolders besichtigt haben. Denn in der Nacht brach ein ordentlicher Regen los, der bis weit in den Morgen anhielt. Neben dem hypnotisierendem Prasseln der Regentropfen auf das Dach unseres Campers machte sich eine wohlige Freude breit, dass dieser an allen Stellen dicht war. So konnten wir die Nacht und auch unser Frühstück in aller Entspannung genießen.

Wir machten uns heute auf nach Dunedin. Als Nanette und ich vor ca. 7 Jahren in Dunedin waren, hatten wir einen Regentag – das verrieten uns die Bilder in unserem Fotoalbum. Heute hatten wir identisches Wetter, sodass man glauben konnte, dass in Dunedin nie die Sonne scheint. Da wir uns in ein nettes kleines Café direkt gegenüber der Universität setzten, war uns das aber egal. Im Good Earth Café gab es so leckeres Essen, dass wir mutmassten, dass hier ein Sternekoch hinter dem Herd stehen müsse. Bisher haben jedenfalls noch nie einen so guten Pulled Pork und Kichererbsen Burger gegessen. 

Nachdem wir die Burger verputzt hatten, machten wir uns auf in Richtung unseres für heute ausgewählten Campingplatzes. Als wir diesen allerdings bereits nach 15 Minuten hinter Dunedin erreichen sollten, planten wir erneut um. Bei dem Wetter wollten wir uns nun wirklich nicht vom frühen Nachmittag an in unserem Camper verkriechen. Wir machten uns weiter auf Richtung Nugget Point. Wer anders als Captain Cook hätte diesen Namen vergeben können. Die Felsen dort, sollen ihn an Gold Nuggets erinnert haben, so erzählt man sich und dies zu überprüfen haben wir uns für morgen vorgenommen. 

Der nächst gelegene Campingplatz, der uns zusagte war in Purakaunui Bay – und diesen steuerten wir nun an. Uns erwarteten ein weiteres Mal eine 6km lange, jedoch enge und sehr kurvige Schotterpiste. Man muss die Schotterpiste nur schnell genug befahren damit der Camper auf der Wellblechpiste nicht rappelt als würde er Auseinanderfallen – und das taten wir auch. Mit einer letzten Kurve eröffnete sich ein grandioser Blick auf eine Steilküste zu unserer Linken mit einer ausladenden Sandstrandbucht vor uns. Lediglich die einzigen waren wir nicht – wie wir es uns erhofft hatten. Es hatten ca. 40 weitere Camper die gleicher Idee wie wir. 

Es erwartete uns das gleiche Spiel wie jedes Mal: Wo ist was frei? Wo stellen wir uns hin? Wie stellen wir uns hin? Steht der Camper gerade (genug)? Stühle und Tisch raus, Gas auf und ran an die „Honest Box“ um unseren Stellplatz zu bezahlen.

Heute gab es allerdings eine kleine Variation an der „Honest Box“. Während ich unsere Registrierung ausfüllte, fand unser Adlerauge Nadcha tatsächlich einen 20 NZD Schein im Gebüsch, sodass unser Campingplatz für heute frei wahr. Nach diesem erfreulichen Ereignis nehme ich mir vor Nadcha ab nun jeden Tag die Umgebung absuchen zu lassen.

Nach unserer Registrierung ging es sogleich runter an den Strand in Richtung der Steilklippen. Unser Nachbarcamper hatte uns erzählt, dass dort Seelöwen liegen sollen. Und tatsächlich fanden wir ein Exemplar am Strand zwischen angespülten Seealgen liegen. Dieser war von uns gänzlich unbeeindruckt und eher damit beschäftigt, die ideale Liegeposition zu finden, um unmittelbar danach ins Koma zu fallen. 

Wir machten kletterten noch etwas auf den Steinen vor der Steilküste herum bis uns die Flut zurück zum Sandstrand trieb. An den Steinen fanden wir beeindruckende Farn Fossilien und sogar eine riesige Abalone Muschel. Was für ein Tag.

Koordinaten: S 46.54233 & O 169.60995

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