Queenstown

Queenstown

Please, don´t tell anyone I´m here

Fahrradcamper am Lake Wakatipu

Nach einer rührenden Verabschiedung von Wolle Petry (so hatten wir eins der Alpakas getauft) und den anderen Tieren, fuhren wir heute bis Queenstown. Die Stadt liegt am Ufer des Lake Wakatipu und am Fuße der Südlichen Alpen. Das hübsche Städtchen mit einem wundervollen Ausblick war ziemlich überlaufen und die Parkplatzsuche mit unserem riesigen Schiff gestaltete sich schwierig. Aber schließlich fanden wir einen Platz und konnten in Ruhe einkaufen, um unseren Kühlschrank wieder zu füllen. Auch durchstreiften wir einige Lädchen und ergatterten schöne Kettchen für Nadcha und Marc. Bei Maui schauten wir auch kurz vorbei, um unseren durchgebrannten Wasserkocher und altes gegen neues Bettzeug zu tauschen.

Queenstown ist ziemlich teuer und auch die Campingplätze nehmen es von den Lebenden. Also fuhren wir einige Kilometer aus der Stadt raus auf einen staatlichen Campingplatz, der sich nicht weit vom Lake Wakatipu befand und einen sehr schönen Blick auf die Berge und den See ermöglichte. Also suchten wir uns dort einen netten Stellplatz und gingen runter zum See. Dort wurden Steine geflitscht und die Füsse ins eisige Wasser gehalten. Während Nadcha versuchte ihren Flitscherfolg von 5 Mal zu überbieten, lief ich ein wenig am See entlang, um auf eine Landzunge zu gelangen. Das Ufer war durch dichte Bäume verhangen und ziemlich unwegsam. Als ich um eine weitere Biegung gelangte erschrak ich fast zu Tode. Dort saß wie aus dem nichts ein junger Mann Mitte dreißig vor seinem Zelt und guckte mich auch ziemlich erschrocken an. Es stellte sich heraus, dass der Kanadier mit seinem Rad auf Reisen ist und seit einiger Zeit am Lake wohnt. Zelten hier ist verboten, aber die anderen Unterkünfte sind ziemlich teuer und so versteckt er sich zum Schlafen am See. Wir unterhielten uns einige Zeit über seine Erfahrungen zum Radfahren in Neuseeland, was zwar landschaftlich wunderschön ist, aber auch sehr gefährlich. Er fährt hauptsächlich entlang der (Haupt-)Strassen, denn Radwege sind kaum vorhanden und die Autofahrer sind oft überrascht und lassen kaum Platz beim Überholen. Zum Abschied gab er mir sein Zitat noch mit auf den Weg. Vermutlich wird ihn aber sonst niemand entdecken, denn wer quetscht sich schon durch dichtes Gestrüpp und Büsche :-)?

Koordinaten: S 45.06716 & O 168.54423

what3words: obst.gebirgsdorf.zehnmal

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