Mount Rinopai

Mount Rinopai

Kurzer Hand haben wir heute Morgen um eine weitere Nacht auf dem Campingplatz in Collingwood verlängert. Mit einem Kaffee und Blick aufs Meer fiel diese Entscheidung auch nicht schwer. Nach dem Frühstück und ausgiebigem Ballspiel und Seifenblasen mit Nadcha, stöberten wir in unserer App AllTrails nach einer Wanderung für den heutigen Tag. Unsere Auswahl viel auf einen kleinen Rundwanderweg mit Outlook bei Mount Rinopai nur wenige Fahrminuten entfernt.

Die Strasse aus dem Ort stand aufgrund der Flut über ca. 50m knöchelhoch unter Wasser. Dies schien hier aber niemanden wirklich zu interessieren – jeder Gab einfach Gas und fuhr durch das stehende Wasser. Scheinbar war dies ein regelmäßig wiederkehrendes Ereignis, das sich für uns aber wie ein Hauch von Abenteuer anfühlte.

Nach der Ortsausfahrt suchten wir bereits wenig später entlang der Schotterpiste am Zielort nach einem Parkplatz. Da allerdings nirgends ein ausgewiesener Parkplatz zu finden war, manövrierten wir unseren Camper in eine kleine Nische neben der Strasse. Nachdem wir alle über die Fahrertüre ausgestiegen waren, ging es per App auf die Suche nach dem Eingang zum Walk. Nach einem zweiten Blick fanden wir den möglichen Start von der Strasse und los ging unsere kleine Tour.

Der Weg war… eigenartig. Nicht so wie wir die Wanderwege bisher gewohnt sind. Kein Schild wies auf die Wanderung hin und doch hatten wir einen kleinen – sehr kleinen Pfad – vor uns. Der Wald war nicht besonders schön aber besonders, teilweise sehr verwachsen und abwechslungsreich mit vielen Farnpalmen und Laubbäumen. Außerdem wucherten jede Menge Flechten am Boden. Schlichtweg ein Erlebnis war es hier zu wandern. Ohne KartenApp wären wir hier allerdings nach nur wenigen hundert Metern aufgrund der unzähligen Abzweigungen hoffnungslos verloren gewesen – wie Hänsel und Gretel.

Unser Rundweg führte uns über einen kleinen Bachlauf. Jemand hatte hier netterweise ein Seil gespannt, dass man als Unterstützung nutzen konnte, um über die Steine zu balancieren. Während wir den Pool inspizierten, gesellte sich ein riesiger Aal zu uns. Dieser war neugierig oder hungrig, denn er schwamm soweit Richtung Ufer, dass sein Kopf aus dem Wasser herausschaute. Der letzte große Regen muss den Aal wohl bis in diesen kleinen Pool geschwemmt haben. Derzeit gibt es weder ein vor noch zurück für ihn und er muss wohl auf den nächsten Regen warten, um eine Veränderung seiner Lebenssituation zu erlangen.

Das nächste Highlight auf unserer Wanderung war der Lookout des Berges. Oben angekommen hatten wir einen schönen Blick über die Umgebung und das Meer in der Ferne. Auf einer kleinen Holzbank genossen wir den Ausblick und eine kleine Stärkung, um dann weiter auf unserem Rundweg zu wandern. Nach knapp zwei Stunden waren wir auch schon wieder zurück am Camper und durften uns damit befassen, wie wir diesen aus unserem ausgewählten Parkstreifen manövrieren. Auch diese Aufgabe lösten wir ohne größere Vorkommnisse und waren bereits wenige Fahrminuten später wieder zurück auf unserem Meerblick-Campingplatz mit einer Tasse Kaffee / Kakao.

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