Paihia – Bay of islands

Paihia – Bay of islands

Auch Neuseeland hat sehenswerte Toiletten. Nach den Toiletten im australischen Maryborough, standen heute die Hundertwasser Toiletten in Kawakawa auf unserer Liste. Schon die Einfahrt in das Dorf oder die Stadt, oder wie man die Ortschaft für neuseeländische Verhältnisse nennen mag, war bunt. Bunt und verspielt, im typischen Stil von Hundertwasser. Hier schien alles im Zeichen von Hundertwasser zu stehen. Das ist auch nicht verwunderlich, denn Hundertwasser hat hier von 1973 bis zu seinem Tod in 2000 gelebt. 

Nachdem wir unseren Camper geparkt hatten, begaben wir uns zum Epizentrum von Kawakawa. Die Toiletten waren „in Gebrauch“ verrieten uns unsere Nasen und luden nicht zum verweilen ein – wie es noch in Maryborough der Fall war. Eröffnet wurden sie 1999 und sind die meistfotografierten Toiletten Neuseelands. Im Anschluss schauten wir uns die hiesige historische Bahnstation an, von der Rundfahrten in einem altem Zug angeboten werden. Der Ort glänzte auf den zweiten Blick nicht mehr so hell, und wir saßen nach dem kurzen Besuch bald wieder im Camper Richtung Paihia.

Auf dem Campingplatz in Paihia angekommen, ließen wir uns vom netten Mann im Office über mögliche Aktionen in der Umgebung von Bay of Islands beraten. Über ihn erfuhren wir, dass in dieser Gegend alles begonnen hat in Neuseeland. Hier landeten die ersten Maori und auch die Kolonialisten, ja sogar die erste Regierung wurde hier gebildet. Dennoch entschieden wir uns gegen einen kulturellen Nachmittag mit Museum und buchten eine Fährfahrt zur Otehai Bay auf der Insel Urupukapuka.

Die Überfahrt dauerte 45 Minuten und führte uns an unzähligen kleinen und größeren Inseln der Bay of Island vorbei. Auf der Insel gingen wir von Bord, während der Großteil der Gäste auf dem Kahn blieb, um sich auf die Suche nach Delfinen zu begeben. Wir hingegen hatten nun 3,5 Stunden Zeit, um die Insel zu erkundschaften.

Wir ließen daher den Jetty, die Bar und die Bucht hinter uns und wanderten los. An der ersten Gabelung hatten wir die Auswahl zwischen zwei Buchten: Paradise Bay und Urupukapuka Bay. Wir entschieden uns für erstere, da wir uns hierunter eindeutig mehr vorstellen konnten. Der Weg führte uns über den augenscheinlich höchsten Punkt der Insel in die Nachbarbucht. Der Blick von hier oben war gigantisch – auch wenn die Umgebung nicht so einsam war, wie wir es von der Südinsel gewohnt sind. 

Nach 30 Minuten Wanderung lag auch schon Paradise Bay vor uns. Wir waren leider nicht die einzigen, die diesen Ort gefunden hatten. In der Bucht lag ein gutes Dutzend Segelschiffe und Motorboote vor Anker. Zu unserer Freude herrschte hier jedoch Aufbruchstimmung und innerhalb von einer viertel Stunde war auch schon der Großteil der Boote in See gestochen und wir hatten den Strand für uns alleine. Lag das uns? Egal. In Rekordzeit hatten wir unsere Schwimmsachen angezogen und sprangen in das ruhige Wasser von Paradise Bay. Nach ca. einer Stunde machten wir uns dann wieder auf den Rückweg, um rechtzeitig zurück am Jetty zu sein und mit der letzten Fähre des Tages die Heimreise anzutreten.

Zurück im Hafen von Paihia entschlossen wir spontan, unser Parkticket zu verlängern und in einem Thai-Restaurant essen zu gehen. Wir staunten nicht schlecht, dass die Speisen durch fahrende Roboter mit Katzengesicht zu den Tischen gebracht wurden und die Kellner lediglich die Gerichte vor den Gästen abstellten. Bevor wir gingen, durfte Nadcha sogar noch einem Roboter den Kopf tätscheln, dem dies sichtlich zu gefallen schien – das Gerät kicherte. Was für ein erschreckender Quatsch.

Koordinaten: S 35.30043 & O 174.10237

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