Cathedral Fig Tree
Wir sind in der Zeitung! Während des gestrigen Spektakels am Palm Cove wurden wir für den Bericht über die Stingers Netze fotografiert und erscheinen doch tatsächlich in der ABC. Wahrscheinlich sind Fotos von Europäern nach knapp 2,5 Jahren Lockdown hier eine nette Abwechslung in der Berichterstattung.
Wir haben heute Nacht auf einem sehr kleinen und schon in die Jahre gekommenen Campingplatz am Lake Eacham übernachtet. Man hatte den Eindruck, dass der Bauer hinter seinem Hühnerstall nebenbei noch ein paar Zeltplätze zur Verfügung stellt. Nadcha war jedoch begeistert und hat die Hühner und Enten so lange gefüttert bis sie fast geplatzt sind.
Nach dem Frühstück ging es auf zum Cathedral Fig Tree und wir überlegten noch, ob 20 Kilometer extra für nur einen Baum wohl lohnenswert sind. Aber jaaaaaa, das waren sie. Nach einem kurzen Spaziergang ragte dieser riesige Baum auf einmal vor uns in den Himmel und bei dem Anblick habe ich eine Gänsehaut bekommen. Majestätisch groß ist dieser Baum und bietet Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Alleine 20 Aufsitzerpflanzen sind auf diesem Baum heimisch und 40 Personen müssten sich an die Hand nehmen, um den Baum zu umarmen. Kurzerhand entschließe ich mich im Anschluss den Camper heule auch erstmalig zu fahren – größer als der Baum kann er ja nicht sein. Nun ja, er ist schon ein riesiges Schiff und passt kaum auf die Fahrbahn….
Im Anschluss machen wir eine 5 km Wanderung um den Lake Barrine, der aus einem Vulkankrater entstanden ist. Wir sehen riesige, handtellergroße Schmetterlinge und halten nach Baumkängurus Ausschau. Leide heute vergeblich. Die Wanderung durch den Regenwald ist dennoch wunderschön und die Geräusche der Vögel und Kakadus so laut und anders als zuhause.
Nach einem kurzen Mittagsimbiss in einem Teehaus am Lake Eacham fahren wir weiter zum Campingplatz Malanda Falls. Nur 2 Minuten von unserem Camper gehen wir bei den Wasserfällen eine Runde schwimmen und halten dort nach dem Abendessen in der Dämmerung Ausschau nach Schnabeltieren. Mit Taschenlampen bewaffnet warten wir jedoch leider 30 Minuten vergeblich auf einen vorbei schwimmenden Platypus. Schade, aber es gibt noch einige Regionen in denen die seltenen Tiere leben – dort haben wir bestimmt mehr Glück. Apropos mehr Glück – wir haben einige Wasserschildkröten gesehen, die wir für die Kinder der Schildkrötengruppe mit ganz vielen Grüßen von Nadcha fotografiert haben.



Koordinaten: S 17.35413 & O 145.58621
what3words: gewebe.traditionellen.gegenzug