Cape Hillsborough

Cape Hillsborough

Drei Nächte in der Pampa ohne Strom und Netz, dafür aber mit Flussrauschen und Tiergeräuschen. Die absolute Entschleunigung und das, obwohl wir schon fast 5 Wochen aus dem Hamsterrad raus sind und ohnehin bereits sehr entspannt sind. Unsere Batterien waren also total aufgeladen. Leider neigte sich aber die Batterie unseres Campers dem Ende zu, sodass eine weitere Nacht nicht wirklich in Frage kam. Schade

Es hieß also Abschied nehmen von diesem paradiesischen Ort, dem kühlen Naturpool und von Wazza und seinem Kakadu Rocky. Nadcha hatte ihm gestern noch ein Bild gemalt – als Dankeschön für die frischen Eier, die wir von ihm geschenkt bekommen hatten. Das Bild war ein Herzpalme mit Krone, ein Huhn und ein Einhorn-Ei – sehr originell. Wann haben wir Erwachsenen eigentlich diese Fantasie verloren?

Wazza bat uns noch etwas in das Gästebuch zu schreiben, in dem bereits Nadchas Bild eingeklebt war. Wir sollen wieder kommen, wenn wir die Batterie des Campers wieder aufgeladen haben. Wenn wir vorher anrufen, macht er uns unseren Platz wieder frei. Grumpy Grandpa hat einen sehr sehr weichen Kern und wir haben ihn irgendwie nach nur drei Tagen ins Herz geschlossen. Er sagte, Nadcha soll irgendwann, wenn sie erwachsen ist, hierher zurück kommen. Er wird dann wahrscheinlich nicht mehr da sein, aber diesen Ort wird es noch geben. Dies ist hiermit also ein Reminder für Nadcha 🙂

Danach ging es dann Richtung Nord Ost Ost, zurück an die Küsten. Ein ersehnter Supermarkt, um unseren Kühlschrank wieder aufzufüllen, kam uns auf den 85km nicht in die Quere – dafür aber ein Farmer Shed (Gemüsestand) mit Kürbissen und Wassermelonen. Viel wichtiger war aber eine Steckdose und ein Dump Point für unsere Campertoilette, was uns beides auf dem ausgewählten Campingplatz erwartete.

Zweite Reihe zum Strand. Eine steife Briese aber irgendwie viel viel heißer. Der Strand sehr breit und lang und ganz ok – bei so vielen Beaches ist man mittlerweile sehr verwöhnt. Es gab kein Stinger Net, sodass improvisiert wurde. Nanette und Nadcha schmissen sich in ihre langärmeligen Schwimm-Shirts und zogen dazu noch Leggings an. Ich fand mit großer Überraschung einen Stinger Suit in den Tiefen eines Rucksacks. Dieses löchrige Ding hatte ich wohl vergessen bei Cruise Whitsundays abzugeben :-/

Naja, jetzt würde er sehr gute Dienste tun. Also ab ins Meer… ins sehr warme Meer. Nach ein wenig Planschen wollte Nadcha unbedingt noch in den Pool mit Rutsche auf dem Campingplatz. Da hat man das Korallenmeer vor der Nase und das Kind will in den Pool – unglaublich.

Nanette sichtete beim Wäscheabhängen Kängurus, die gemütlich auf den grünen Flächen des Campingplatzes grasten und somit sah Nadcha endlich Ihr erstes Känguru aus nächster Nähe. Checkbox! Trotzdem will sie morgen um 04.40h aufstehen, um die Kängurus am Strand zu sehen. Das wurde uns nämlich heute beim Checkin angekündigt. Ich glaube Nadcha hat keine Ahnung was 04.40h aufzustehen bedeutet. Aber gut…

Koordinaten: S 20.92545 & O 149.04953

what3words: verdrängten.angeschlagen. physiologisch

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