Cape Palmerston

Cape Palmerston

Mama, da meckere ich auch nicht rum, wenn ich Känguru höre

Nadcha

Um 04:45 Uhr torkelten wir heute Morgen alle schlaftrunken zum Strand in Cape Hillsborough. Aber es hat sich gelohnt. Es erwarteten uns schon 8 Wallabies und ein Känguru, die am Strand das vom Ranger verteilte Futter vertilgten – und das vor der aufgehenden Sonne. Wahrscheinlich hätten wir im gesamten Urlaub nie einen Sonnenaufgang erlebt, wenn wir heute nicht von Nadcha dazu „gezwungen“ worden wären. Sie hat sich auch an ihr Versprechen gehalten (s. Zitat) und das befürchtete Quengeln in aller Frühe blieb aus. Mit uns hatte sich auch eine riesige Horde Touristen aus den Betten gepellt und ihre Kameras gezückt. Das Spektakel dauerte ca. eine halbe Stunde, bis ein kleines Kind auf die Wallabies zu rannte und diese vertrieb.

So gab es um 06:15 Uhr bereits Frühstück und wir waren um 08:00 Uhr auf der Bahn. Wir spazierten einen preisgekrönten Boardwalk „diversity boardwalk“, der Regen-, Mangroven- und Eukalyptuswald durchquerte und das alles nur auf 1,2 km. Sehr faszinierend und in der frühen Morgenstunde sichteten wir zwei Warane. Außerdem war der Weg sehr interessant beschildert und das Kredo, dass jede/n auffordert in seinem Umkreis etwas für den Naturschutz zu tun, bestärkten mich in meiner Müllsuche am Strand. Auch wenn ich manchmal denke, dass es eh zwecklos ist, werde ich weiterhin Plastikteile am Strand aufheben und vielleicht so einer Meeresschildkröte das Leben retten.

Weiter ging die Fahrt über Mackay und einem Supermarkt zu unserem anvisierten Campingplatz am Armstrong Beach. Allerdings war hier niemand aufzufinden außer einem „geschlossen“-Schild. Nadcha schlief eh die ganze Fahrt, so dass wir entschieden weiterzufahren nach Cape Palmerston. Hier bekamen wir sogar eine Lotsenfahrt per Fahrrad zu unserem Stellplatz. Durch Mangrovenwald ging es nach dem Einparken zum Strand und wir sichteten hunderte grün-schillernde Krebse, die in Scharen vor uns davon rannten. Hinterher gab es Fisch vom Grill mit Blick auf die grasenden Kängurus auf dem Campingplatz.

Außerdem sind wir heute schlauer und gleichzeitig entspannter. Wir hatten im Hinterkopf auch Tasmanien in unsere Reise einzubinden und daher in nächster Zeit täglich einige Kilometer mehr abzureißen. Da wir unseren Camper aber nicht vor März auf die Fähre nach Tasmanien übersetzen könnten – Marc hat recherchiert und es ist alles ausgebucht – hat sich diese Idee nun erledigt. Irgendwie schade und entspannend zugleich. Bei mir überwiegt gerade deutlich der Entspannungsfaktor. Wir werden eh nicht alles sehen können und sich zu stressen für einige Tage Tasmanien: Wir sind doch im Urlaub!

Koordinaten: S 21.67303 & O 149.44312

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