Tin Can Bay
Um 07 Uhr standen wir heute bereits in Tan Can Bay und beobachteten acht Buckeldelfine im Hafenbecken. Es waren auch schon zahlreiche andere Touris vor Ort, die sich die Fütterung der wilden Tiere nicht entgehen lassen wollten. Pro Person kostete das Spektakel zehn Dollar und die freiwilligen Mitarbeiterinnen des Delfin-Zentrums erklärten allerhand Wissenswertes zu den Delfinen. Wir erfuhren unter anderem wie es zu der täglichen Fütterung kam. In den fünfziger Jahren kam ein durch Haibisse verwunderter Delfin in die Bucht von Tin Can Bay und wurde dort von den Fischern gefüttert und aufgepäppelt. Seither kommen Delfine in die Bucht und ein Geschäftsmodell entwickelte sich. Interessant und neu für uns war zudem, dass diese Delfine Hilfsmittel während der Suche nach Futter auf dem Meeresgrund nutzen, um ihre Schnauzen zu schützen. Unter anderem verwenden sie dabei auch Glasflaschen oder anderen Müll, den sie auch gern als Geschenk zum Dank für die Fütterung mitbringen.
Um 8:00 Uhr konnten wir uns dann endlich in einer lange Warteschlange einordnen. Als wir dran waren und bis zu den Knien im Wasser standen, durfte Nadcha starten und einen frischen Fisch auf der flachen Hand ins Wasser halten. Der Delfin „Harmony“ nahm den Fisch ganz vorsichtig in seine Schnauze. Auch Marc und ich durften einen Fisch füttern. Auch wenn uns die touristische Aufmachung der Veranstaltung nicht gefallen hat, war das ein ganz toller Moment. Immerhin sind es wild lebende Delfine, und es gibt wohl auch Tage im Jahr, wo sie keine Lust auf die Menschenmassen haben – sie können also frei entscheiden.
Nach der Fütterung ging es erst mal zum Camper und wir haben es heute endlich geschafft, die Tage rund um Weihnachten zu planen. Wir konnten Campingplätze kurz vor Weihnachten in Sydney und über die Weihnachtstage in den Blue Mountains reservieren. Endlich haben wir das von den Füssen, denn so langsam starten hier die Sommerferien und damit die Peak Season.
Um die Mittagszeit fuhren wir dann endlich Richtung Rainbow Beach und dem Great-Sandy-Nationalpark, wozu auch Fraser Island gehört. Auf einem wunderschönen Wanderweg zum Poona Lake liefen wir an zahlreichen Würgefeigen vorbei, und auch andere Baumriesen waren zahlreich vertreten. Der gesamte Wanderweg hatte einen sandigen Untergrund und es war herrlich in die Baumwipfel zu blicken mit all den Palmengewächsen, Farnen und imposanten Bäumen. Auch der Blick auf den Poona Lake war toll. Nur Schwimmen wollten wir hier nicht, nachdem wir auf dem Hinweisschild im Nationalpark auf die Schlangenarten hier hingewiesen wurden.
Stattdessen machten wir ein Picknick am See, und Nadcha packte ihr Schinkenbrot aus. Das muss ein stattlicher Waran mit seiner Zunge “gerochen“ haben, und kam unserem Revier und uns immer näher, drehte einen Meter vor uns aber doch schliesslich ab. Glück gehabt.
Nach dieser fantastischen Wanderung ging es für eine Abkühlung an den Rainbow Beach und in die riesigen Wellen und im Anschluss zurück nach Tin Can Bay auf unseren Stellplatz.








