Hat Head
Nachdem das Wetter gestern nicht wirklich einladend war, hatten wir heute noch die Empfehlung der Rezeptionistin auf dem Plan. Wir wollten die Beach „rauf“ gehen und es war gut, dass wir uns dazu entschieden haben. Der Wind war zwar noch immer ordentlich, aber die Sonne schien ohne ein Wölkchen am Himmel. Direkt um unseren Camping Platz fließt ein Creek ins Meer. Durch die Ebbe hatte wir einen unglaublich breiten Sandstrand vor uns und konnten dem Wellenspiel zuschauen, wie kommende Flut ihre Wellen in den Creek hineindrückte.
Dennoch waren wir etwas unruhig, da wir zu unserem nächstes Ziel wollten – Hat Head. Ein weiterer Nationalpark weiter südlich, der zudem noch einen schönen Walk zu bieten hat. Die Fahrt Richtung Süden war unspektakulär. Seit Brisbane nutzen wir den Pacific Highway Richtung Süden. Dieser ist bei weitem nicht so schön wie die Strassen im Norden, dafür aber höchst effektiv. Hier kommt man auf 2 Spuren schnell voran. Einzig um Coffs Harbor haben die Planer versagt. Der Pacific Highway führt auf 2 Spuren direkt durch die Stadt, wo die Durchreisenden durch ein Duzend Ampeln immer wieder zum Anhalten gezwungen werden. Ich stelle mir eine solche Wegführung auf der A3 Richtung Frankfurt vor und ein Grinsen macht sich auf meinem Gesicht breit…
Hat Head erreichten wir trotz der Ampelparade und stellten unseren Camper auf dem für uns vorgesehenen Stellplatz ab. Auch hier gibt es einen Creek auf der einen Seite des Campingplatzes während die andere Seite direkt an das Meer grenzt. Nach einem schnellen Mittagessen schnappten wir uns den Rucksack und machten uns direkt vom Campingplatz auf den Weg. Es ging über eine Brücke über den Creek und schon waren wir auf unserer Wanderroute – einem 4km Rundweg um eine Halbinsel. Der Weg war wundervoll mit tollen Ausblicken und wie es sich für eine Halbinsel gehört mit Meerblick.
Nach der Wanderung wollten wir unbedingt noch ins Meer, um uns abzukühlen. In Australien wird es Richtung Süden allerdings immer kälter – sowohl das Meer als auch die Außentemperatur -, sodass die Abkühlung nach nur 10 Minuten erreicht war und wir zitternd zu den Duschen rannten. Im Norden war das Wasser deutlich wärmer – fast schon zu warm, als das es für eine Erfrischung herhalten könnte. Dafür gab es Stinger und Krokodile. Hier ist das Wasser kälter und nun wird vor Schlangen und Haien gewarnt. Irgendwas ist halt immer.





Koordinaten: S 31.05652 & O 153.05301
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