Aussi BBQ

Aussi BBQ

Die Beachfront in Palm Cove hat uns so gut gefallen, dass wir kurzer Hand entschlossen haben, hier noch etwas Zeit zu verbringen. Nadcha hat ihr Frühstücksmüsli auf einer Bank mit Blick auf das Meer vertilgt. Danach machten wir uns fürs Schwimmen fertig.

Die Quallensaison geht morgen offiziell los. Somit wurden in Palm Cove die Netze ins Wasser gelassen und pünktlich um 10h konnten wir ins Wasser, begleitet von Reportern von Channel 7 und ABC. Scheinbar ist das mit den Netzen hier ein ähnliches Spektakel wie der Viehtrieb in Österreich.

Der Strand lebt. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele lebendige Muscheln gesehen, die scheinbar mit der einlaufenden Flut spielen. Überall wo man hinschaute, stellten sich die Muscheln auf sobald sie von einer Welle umspült wurden und gruben sich in den Sand ein. Ein unglaubliches Spektakel, das leider nicht von den Reportern bemerkt wurde.

Nach dem Schwimmen war bereits Mittag und wir hatten riesigen Hunger. Entlang der Beachfront laden mehrere öffentliche BBQ Stellen zum Grillen ein. Warum also nicht?! Wir holten Steaks, Kartoffeln und Gemüse aus unserem Kühlschrank und legten los. Grillen mit Blick aufs Meer – besser kann es nicht sein.

Bei diesem herrlichen Erlebnis schweifen meine Gedanken ab… Deutschland ist ein unglaublich reiches Land. Wir zahlen mit die höchsten Steuern in der Welt. Dennoch bekommen wir es nicht hin so eine Infrastruktur bereit zu stellen:

  • Öffentliche BBQ Stellen 1A tip top in Schuss mit mehreren Gasgrills aus Edelstahl und das auch noch „für umme“
  • Alle 500m eine öffentliche kostenlose Dusche und Trinkwasserstelle zusätzlich mit Hunde-Trinknapf
  • Öffentliche Toiletten, die weitaus sauberer sind als das Pendant an einer deutschen Autobahn
  • Die Strassen allesamt sehr sauber – Müll am Strassenrand sieht man hier nicht
  • Hier sieht man übrigens auch an jeder Strassenbaustelle jemanden arbeiten

Aber zurück zu den schönen Dingen im Leben… Das Stake war unglaublich zart und bekömmlich. Frisch gestärkt machten wir uns dann weiter Richtung Süden. Wir haben uns als Ziel für Lake Eacham entschieden. Da der Campingplatz nur 7 Powered Sites hat haben wir vorsichtshalber noch reserviert – und los ging es ca. 1:40h Richtung Süd-Süd-Westen erneut vorbei an Kuranda und immer wieder durch Regenwald bis zu unserem kleinen Campingplatz. Nadcha hat die ganze Fahrt verschlafen – das Schwimmen und die Hitze machen aber auch wirklich müde.

Hier wurde erst einmal Wäsche gewaschen und geduscht. Zu Abend haben wir dann draußen vor unserem Camper gegessen. Kurz nach dem Sonnenuntergang stimmten dann auch noch altbekannte Freunde ein Liedchen an. Die 90dB Grillen schienen direkt über uns im Baum zu sitzen. Der penetrant und monotone Lärm war so ohrenbetäubend, dass wir Nadcha Mickeymäuse anziehen mussten. Im Traum dachten wir nicht daran unseren Platz zu räumen. Zum Glück dauerte das Spektakulum auch nur ca. 15 Minuten an – die jedoch wie eine Ewigkeit erschienen.

Koordinate: S 17.29630 & O 145.63544

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