Ein ganzer Tag für Nadcha

Ein ganzer Tag für Nadcha

Heute nichts erlebt. Auch schön!

Postkarte an Romys Kühlschrank

Nadcha hatte in der Tourist Information in Bowen einen Big4 Campingplatz mit riesigem Wasserspielplatz entdeckt. Heimlich hatte sie Nanettes Smartphone entwendet und ein 25 Sekunden Video von dem Plakat gedreht. So stand also für uns fest: Wir müssen in Airlie Beach diesen Campingplatz ansteuern. Bei der Buchung an einem Telstra Public Phone bekamen wir dann auch noch das Angebot „pay 2, stay 3“. Anscheinend will uns das Universum mit allen Mitteln dort festnageln. Was soll man da also machen?!

Unterwegs gab es nur einen Stop an einem Obstkarren. Wir hatten gerade Bargeld abgehoben, was wir gegen eine Ananas, eine Wassermelone und eine Hand voll Tomaten eintauschen wollten. Wir hielten dem Bauern einen 50er hin und er verschwand, um Wechselgeld zu holen. Als wir uns schon fast damit abgefunden hatten, dass er mit unseren 50 Dollar durchgebrannt ist, kam er dann doch noch zurück, mit einem Sack Münzen. Wir erhielten 40 Dollar in Münzen und werden für den Rest unserer Zeit in Australien kein Problem mehr mit Waschautomaten haben. Nachdem wir das Obst und vor allem die Münzen in unserem Camper verstaut hatten – so, dass wir keine Schlagseite hatten – ging es dann endlich in Richtung „Robinson Club“.

Mein Gott, was für ein Park. Das ist ja mal gar nichts nach unserem Geschmack. Aber Nadcha – pünktlich bei Durchfahren des Tors wieder aufgewacht – war sofort in heller Aufregung. Also eingecheckt und Camper in unseren doch sehr knapp bemessenen Stellplatz chirurgisch eingepasst und… und just in diesem Moment parkte zwei Plätze weiter ein Camper, aus dem deutsche Kinderstimmen in die australische Flora schallten. Der Rest des Tages war somit bereits geschrieben.

Felix, Kathi, Paul, Lotta und die noch sehr kleine Rosalie sind bereits seit 4 Monaten auf Weltreise, bereisen Australien gerade von Süden nach Norden und haben auch bei „pay 2, stay 3“ zugeschlagen. Nach dem Kennenlernen spielten die Kinder Tier auf Tier, bastelten Weihnachtsmänner und Feen und machten sich dann fertig für den Wasserspielplatz und Rutschen Funpark. Die Elternschar folgte wo immer es die Kinder hintrieb. Zum Schluss versackten die Kinder auf dem Sandspielplatz nebenan. Hierbei nutzten Nanette und ich unsere Chance für ein kleines 1 on 1 Basketball Spiel. Dieses wurde aber leider viel zu früh durch eine fiese Verletzung beendet. Da wir mittlerweile ganz in Australien angekommen sind, spielten wir natürlich barfuss. Bei Nanettes haarsträubendem Versuch an meiner Deckung vorbei zu kommen, ratschte sie mit ihrem dicken Zeh über den Asphalt. Die erste Hautschicht ist großflächig auf dem Spielfeld zurück geblieben und ich durfte unsere Erste Hilfe Tasche einweihen und meine Ersthelfer Kenntnisse unter Beweis stellen.

Morgen wollen wir trotzdem Wandern gehen…

Koordinaten: S 20.28515 & O 148.67969

what3words: spiralig.marktwirtschaft.hochkommisar

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