Einfach mal (fast) nichts gemacht
Leider hat sich heute bestätigt, dass Hervey Bay wirklich nichts besonderes ist. Heute Morgen waren wir auf dem angepriesenen Strassenmarkt im Stadtteil Urangan, auf dem jedoch nur Ramsch und Kitsch angeboten wurde. Hier befand sich auch gleich noch die Hauptattraktion von Hervey Bay: Mit 868m einer der längsten Stege in Australien. Gebaut wurde er zwischen 1913 und 1917 um unter anderem Zuckerrohr zu verschiffen.
Auf der Suche nach schönen Flecken der Stadt setzen wir dann unseren Weg an der Promenade fort bis zu einem kleinen Stadtpark und Aussichtsfelsen, der für die Aborigines eine heilige Stätte darstellt. Vom Fels hat man eine sehr weite Aussicht und so kommunizierte der hier lebende Stamm in der Vergangenheit per Rauchzeichen mit dem befreundeten Stamm auf Frasier Island, welche man von hier aus sehr gut sehen kann. Einen Spielplatz gab es auch in diesem Park, den Nadcha natürlich testete.
Aber heute war es mörderisch heiß und nach diesem kurzen aber sehr anstrengenden Ausflug ging es zurück zum Camper. Es wurde gebastelt, gelesen und Melone gegessen und Marc und ich hätten sehr gern ein Mittagsschläfchen gemacht. Unsere Tochter war hingegen topfit. Hätte sie uns nicht den ganzen Mittag in den Ohren gelegen, dass sie unbedingt ihre neuen Tauch-Raketen im Pool ausprobieren will, Marc und ich hätten wohl den Rest des Tages im Camper verbracht. Aber selbstverständlich wurden die gestern vom Nikolaus gebrachten Tauch-Raketen getestet. Marc opferte sich und ging mit zum Pool.
Plötzlich war es sehr still im Camper und ich fragte mich, was ich mit dieser Zeit nur für mich anfangen soll. Solche Momente sind nun mal eine Seltenheit. In den sieben Woche Reise habe ich mein eingepacktes Buch noch nicht angerührt. Also ging es mit Buch und Wasserflasche an den Strand und ich genoß den ruhigen Moment. Herrlich entspannend….

