Einfach mal nur am Strand

Einfach mal nur am Strand

Ich stehe in meinem selbst gemachten Saft

Nadcha

Heute morgen bekam Marc ein neues Frisürchen verpasst. Die „Friseurin auf Achse“ nahm 30 Dollar für ihren Haarschnitt im Camper und hatte den ganzen Tag einen vollen Terminkalender. Der Laden scheint gut zu laufen und der Friseur-Camper ist super ausgestattet und durchdacht. Er wurde extra angefertigt und einzelne Bauteile wurden von Übersee geliefert. Der Durchlauferhitzer kommt beispielsweise aus Deutschland 😉

Nadcha war währenddessen eine Runde im Pool und fütterte ihre neuen Freunde, die Papageien. Im Anschluss wurde Wäsche gewaschen und hier und da etwas geputzt und repariert.

Gegen Mittag machten wir uns auf zu einem kleinen Nationalpark samt kurzem Wanderweg namens Bluff Point Cuircuit, der als besonders lohnenswert und abwechslungsreich beschrieben war. In der Tat wechselten sich Grasslandschaften, Eukalyptus- und trockener Regenwald ab, aber wir sind durchaus auch schon schönere und vor allem unbewohntere Strecken gelaufen. Und natürlich war es in der Mittagszeit auch ziemlich heiß, was Nadcha zu ihrem Zitat brachte.

Ein Highlight war aber durchaus, dass man von zwei Aussichtspunkten des Weges nicht nur einen wunderschönen Blick auf die umgebenden Inseln hatte, sondern auch Meeresschildkröten beobachten konnte. Die Schildkröten schwimmen ganz dicht an die Küste heran, um dort Algen und Seegrass zu fressen und tauchen zum Atmen immer wieder kurz auf zur Wasseroberfläche. Nadcha und ich haben viele Schildkröten auftauchen sehen und immer wieder hörte man eine von uns rufen „Daaaa“. Marc war leider nicht so erfolgreich und immer wenn er gerade den Blick in die richtige Richtung bewegte, kam von uns ein „Schon wieder weg“. Sehr witzig und wir hatten viel Spaß. Schließlich war aber auch Marc erfolgreich und bekam sogar eine Schildkröte vor die Linse.

Im Anschluss an die Wanderung testete Nadcha ihr neues Sandspielzeug am Strand und wir verbachten den gesamten Nachmittag am Bluff Point Beach. Bisher haben wir viel zu selten einfach mal mehrere Stunden am Meer verbracht und den Moment ausgiebig genossen, weil wir noch weiter müssen oder wir uns noch etwas anschauen wollen. Halten wir also fest: Zeit am Strand entspannt immens und wird zukünftig vermehrt eingeplant.

Außerdem habe ich eine neue Erkenntnis für mich gewonnen. Nur weil man gemeinsam Urlaub macht oder auf Reisen ist, bedeutet das noch lange nicht glücklich zu sein. Unsere Camp-Nachbarn sind seit 6 Monaten in ihrem Camper unterwegs und die Frau wirkte im Gespräch irgendwie melancholisch und resigniert. Ist vielleicht auch kein Wunder, wenn der Mann den ganzen Tag im Camper vor der Glotze hängt und, basierend auf unseren Beobachtungen, nur 2x am Tag zum Umparken des Autos den Caravan verlässt. Der Grund für die veränderte Parksituation erschließt sich uns übrigens nicht, denn bisher sind die beiden auch nirgends hingefahren.

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