Junabel Farm die Zweite
Schaut mal, das Pferd ist schwanger und man sieht schon ein Bein vom Baby
Nadcha
Mit diesem Zitat wurden wir heute morgen von Nadcha geweckt. Und nein, das Pferd war nicht schwanger – es war ein Hengst.
Nadcha war total happy als sie uns um kurz nach 6h aufweckte. Zu allen Seiten Ponies. Sie wollte noch nicht einmal frühstücken sondern sofort raus zu ihren Freunden. Wir konnten uns letzten Endes darauf einigen, dass sie mit Blick auf die Pferde frühstückt. Welch Idylle, als dann noch in der Ferne 4 Kängurus zum Grasen auf das Grundstück hüpften.
Nach dem Frühstück machten wir uns in Richtung Yeppoon auf den Weg. Dort gibt es den einzigen öffentlichen Dump Point in der Umgebung. Die Strasse führte uns an einem netten Strand vorbei, an dem wir zugleich den Vormittag verbrachten. Zu Mittag gab es dann die von Nadcha gestern eigens eingesammelten Eier. Gegen 14h hatte Nadcha aber nur noch das gestern angekündigte Reiten vor Augen, weshalb wir uns auf den Rückweg machten.
Ein großer Schimmel wartete bereits samt Ang und Mitch – den beiden Farmbetreiberinnen auf Nadcha. Der Schimmel heißt „Guest“, da er nur vorübergehend auf der Farm lebt und Nadcha sollte das erste Kind sein, dass auf ihm reiten würde. Oha! Es stellte sich jedoch heraus, dass Ang ihr Handwerk verstand, der Schimmel extrem zahm war und Nadcha einmal wieder voll im Glück. Nach 20 Minuten unter der australischen Sonne war der Spass dann auch schon wieder vorbei – sehr zum Vergnügen von Guest. Was folgte war das Programm vom gestrigen Tag… Hühner füttern und Eier einsammeln. Ponny füttern und bürsten. Ziegen füttern UND es musste erneut ein Huhn zum Krallen lackieren herhalten. Dem nicht genug, war heute selbst noch der arme zahnlose Mops dran. Was wollte er auch machen? Beissen konnte er ja nicht und das unkontrollierte Grunzen schreckte hier keinen ab. So wurden ihm pinke und grüne Krallen verpasst und anschließend mit Glitter verfeinert.
Es scheint, als würden Nadcha mittlerweile die Ziegen besser gefallen als die Ponies. Sogar eine Lieblingsziege gibt es, die sich vor Umarmungen unsere Tochter nicht retten kann. Sie bekam die saftigsten Blätter vom Baum gepflückt, egal ob sie Hunger hatte oder nicht. Mich beschlich heute mehrmals der Gedanke, dass unser Abschied morgen wohl sehr anstrengend werden wird.
Nach so viel Ziegenumarmungen stand für uns heute auf jeden Fall eine Dusche an. Es sollte eine Dusche im Freien werden. Wir hatten unseren 10l Wasserkanister extra in die Sonne gestellt und so war die Wassertemperatur angenehm. Nachdem wir drei geduscht waren hatten wir nur sensationelle 3 Liter Wasser verbraucht. Wenn man will, kann man wirklich sparsam sein.





