Lakes Entrance

Lakes Entrance

Heute übernachten wir in dem für mich schrecklichsten Ort der ganzen Reise. Lakes Entrance. Ich weiss, in letzter Zeit berichten wir häufiger über schreckliche Orte, aber dieser hier schießt den Vogel ab. Wir müssen unbedingt nochmals festhalten, dass der nördliche Teil der australischen Ostküste bedeutend schöner ist als der Süden. Es gibt sicherlich auch im Süden schöne Orte – so wie gestern Bemm River – aber es gibt auch wahnsinnig viele Touristenburgen und verbaute Ferienorte.

Aber fangen wir mal von vorne an. Dann heute Morgen startete der Tag ruhig unter Bäumen mit Vogelgezwitscher und dem Krächzen von Kakadus. Nadcha spielte wieder innig mit ihrer gestern kennengelernten neuen Freundin und war wahnsinnig traurig, als wir den Campingplatz verlassen mussten.

Als wir in Lakes Entrance einfuhren war sofort klar: Hier ist es vorbei mit der Ruhe. Der Ort liegt an einem künstliche Kanal und gleichzeitig am 90 Mile Beach und ist vollgepackt mit Shops, Kneipen und kitschigen Attraktionen wie Geisterbahnen, bunten Minigolfanlagen und riesigen Rutschenparks. Der Kanal ist dreckig und überall stehen “poisones algi“ Schilder. Kein Wunder, denn überall scheint Abwasser eingeleitet zu werden und der Kanal wird von 100erten Schiffen befahren. Unverständlich also, wie manche Leute sogar mit ihren Kindern in dieser Brühe Schwimmen gehen. Aber zum Glück gibt es ja auch noch einen Strand hier.

Nachdem wir auf dem kleinen und völlig überlaufenen Campingplatz unseren Camper geparkt hatten – wir haben den besten Spot am Rand ergattert, der wohl eigentlich sonst eher als Park- oder Ausweichplatz dient und stehen daher zum Glück nicht wie Sardinen eingequetscht – packten wir daher die Schwimmsachen und machten uns auf zum Strand. Die Wellen waren mega und riesig hoch, so dass Nadcha nur auf Marcs Arm eine Chance ins Wasser hatte. Es sassen 6 Rettungsschwimmerinnen gleichzeitig am kurzen patrollierten Strandabschnitt, was die Wellensituation gut widerspiegelt. Allerdings wurde zwischenzeitlich immer wieder auf den Handys getippt, was mich irgendwie etwas beunruhigte und die Aufmerksamkeit der Damen anzweifeln liess. Der zugegeben hübsche und vor allem laaaange Strand – 90 Meilen halt – schien endlos und wir fanden ein ruhiges Plätzchen zum Spielen uuund… Muscheln sammeln.

Auf dem Rückweg bestellten wir Fish & Chips in einer Bude mit eigenem Kutter und Fischern. Die Bude war wohl schon zweimal im Finale der besten Fish and Chipsläden Australiens und unsere Erwartungen waren hoch. Aber irgendwie passt auch der Laden zu dem Ort hier – wir haben schon deutlich bessere Fish and Chips gegessen.

Koordinaten: S 37.88093 & O 147.97740

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