Ulladulla

Ulladulla

Sind an dem Strand etwa nur ganz weiße Menschen?

Nadcha als sie vom weißesten Strand hörte

Man könnte meinen Wollongong und Ulladulla treten gegeneinander an um den Titel der Schrecklichkeit. Beim Campingplatz hat Ulladulla das Rennen gemacht. Eingepfercht wie Sardinen steht man hier nebeneinander auf einem ausgebuchten Campingplatz. Vor uns Urlauber, neben uns Urlauber, über uns eine Stromleitung und hinter uns die pulsierende Hauptverkehrsstrasse. Aber irgendwas ist doch immer, oder?! Wenigstens haben wir keine Mücken und keine Sandflies. So sitzt man sich mit den anderen Campern gegenüber, getrennt durch die Campstrasse und nickt sich entgeistert zu. Das eindeutige Prädikat: „Absolutely awful“, wie unsere Campnachbarn zu unserer Rechten es nannten. Wenigstens bleiben wir nicht wie sie bis zum 03. Januar. Die junge Familie steht so dicht gequetscht neben uns, dass ihr Zelt nass wird, wenn wir am Wasserhahn unserer Site etwas Wasser entnehmen.

Nadcha hingegen ist im Glück. Für sie ist es das Größte, wenn der Campingplatz einen Pool, einen Spielplatz und einen Wasserpark hat. Also ist das hier ein absoluter Volltreffer. Wie verschieden doch die Ansprüche sein können 🙂

Dennoch. Wir haben es genau richtig gemacht. Morgens waren wir aufgebrochen mit dem Ziel Hyams Beach. Die Beach soll im Guiness Book of Records den ersten Platz einnehmen, für den Strand mit dem weißesten Sand der Welt. Doch zu welchem Preis? Der Kleine Ort mit ca. 100 Einwohnern soll täglich von 4.000 badehungrigen Pilgern überfallen werden. So sollte es auch heute sein. Bereits mehrere Kilometer vorher wurden wir durch mehrere Leuchtschilder informiert: „HYAMS Beach FULL“. Auf der Zubringerstrasse an einem Kreisverkehr – strategisch messerscharf platziert – wurden wir so wie alle anderen Autos in diesem langsam kriechenden Convoy von einer Strassensperrung und Leuten in gelben Westen in Empfang genommen. Wir bekamen ein Infoblatt in die Hand gedrückt, dass auf andere nette Strände in der Umgebung hinwies. Zum Abschied noch ein „bye“ und ein freundliches Lächeln und schon fuhren wir unser Schiff um den Kreisverkehr herum. Auf dem Weg zurück zur Hauptstrasse grinsten wir die Autos auf der Gegenspur an und nickten sehr langsam mit dem Kopf, denn wir wussten, was die wohl nur ahnten…

Aus der netten Broschüre würfelten wir Vincentia. Das sollte unser neuer Beach Stop für heute werden. Das Städchen war größer und die Strassen leerer. Hier fanden wir in einer Seitenstrasse umgehend einen Parkplatz und nur Minuten später hatten wir unsere Ausrüstung zusammen. Badeklamotten, Handtücher, Hüte, Wasser, Kamera und Nadchas Body Board.

Der Strand hier war ebenfalls weiß. Das Wasser war wunderbar Türkis und die Wellen waren ordentlich. Warum steht diese Beach nicht im Guinness Book? Wir hatten eine tolle Zeit im Wasser und am Strand im Schatten. Was will man mehr? Nachdem wir die Zeit ausgiebig genutzt hatten ging es in Richtung Campingplatz in Ulladulla. Zum Glück hatten wir einen tollen Tag am Strand…

Am Abend stellte sich bei unserer Recherche dann sogar noch heraus, dass Hyams Beach garnicht im Guinness Book of Records steht. Pah! Whitehaven Beach in den Whitsundays hat noch weißeren Sand als die Ecke hier – und dort sind wir schon gewesen.

Koordinaten: S 35.37334 & O 150.46282

what3words: zwischendurch.lesen.gereist

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