Wallaga Lake
Jetzt bin ich wirklich ein ganzes halbes Schulkind
Nadcha
Heute machte sich erneut bezahlt, dass wir die große Maui Camper Ausführung gewählt haben. Denn nach 35 Grad und blauem Himmel gestern, wachten wir heute Morgen bei 18 Grad und stark bewölktem Himmel auf. Außerdem war Regen angesagt.
Wir verliessen den Horror Campingplatz zügig und machten auf halber Strecke zum Ziel eine Pause. In Moruya gab es einen großen Spielplatz zum Austoben und einen Zufluss zum Meer, an dem sich häufig Seerobben tummeln. Diese waren heute jedoch auf Tour und lagen nicht auf dem Steinen, wie erhofft.
Nach einer ausgiebigen Pause ging es dann nach Wallaga Lake und unserem Campingplatz auf einer Landzunge. Eigentlich hatten wir hier kurzfristig nur noch einen Stellplatz ohne Strom ergattert, aber die Dame an der Rezeption eskortierte uns über den halben Campingplatz. Online hatten wir wohl „nur“ einen Zeltplatz gebucht und es wurde lange überlegt, wo wir mit unserem Schiff wohl hinpassen. Schließlich fand sich ein Plätzchen für uns, dass sogar auch Strom und Blick auf den See bot. Eine Nachzahlung stand nicht zur Debatte – wir haben also ein echtes Schnäppchen gemacht.
Nachdem wir geparkt hatten, erkundschafteten wir die Umgebung und spazierten am See entlang. Nadcha entdeckte und fischte riesige Schneckenhäuser aus dem See. Ein Aussie, der ursprünglich aus England kommt und deutsch spricht (sein Onkel ist Deutscher), liess Nadcha seine Angel einholen. Nadcha brauchte allerdings so lange, dass der Fisch Zeit zum Verschwinden fand. Das Wetter wurde immer ungemütlicher und so machten wir uns auf den Weg zum Camper. Es wurde gespielt, gerätselt und den Camp-Nachbarn zugeschaut. Wir beobachteten eine Familie, die über eine halbe Stunde benötigte, bis sie auf ihrem Stellplatz endlich richtig geparkt und alles austariert hatte. Das war besser als Kino, auch der Camper oberhalb des Stellplatzes machte es sich mit einem Bier in der Hängematte bequem, um das Treiben zu beobachten.
Heute Abend stellten wir fest, dass Nadcha die hinteren Backenzähne bekommen hat. Sie beschwerte sich bereits gestern über „irgendwas Spitzes“ im Mund und wir tippten auf Erdnussreste. Aber heute, nach genauerer Inspektion, war die Ursache identifiziert. Nadcha war stolz wie Oskar und ist jetzt sehr groß (siehe Zitat).


Koordinaten: S 36.37171 & O 150.06946
what3words: operette.posaunisten.weil