Yeppoon
Yep, heute haben wir nochmals Strecke gemacht und sind von Cape Palmerston bis nach Yeppon gefahren. 291km, oder knappe 4 Stunden. Warum das? Weil es dazwischen einfach nichts zu sehen gab.
Die Fahrt war ziemlich eintönig, sowohl landschaftlich als auch die Strassenführung. Es ging geradeaus auf dem Bruce Highway. Der einzige Lenkeinschlag über 5° war kurz vor Rockhampton Richtung Yeppoon. Scheinbar haben die Australier mit diesen geraden Strassen so ihre Probleme. Alle paar Kilometer sieht man ein Schild, dass zu einer Pause animiert. „Break the drive – stay alive“, oder „Rest or R.I.P.“, oder „Stop, revive, survive“. Ja sogar mit Rätseln auf Strassenschildern wird versucht die Leute wach zu halten. „Welcher ist der höchste Berg in Queensland?“ steht auf einem Schild. 5km kommt dann die Auflösung: „Mount Bartle Frere“. Wenn dann alles nichts mehr hilf kommt eine Raststation mit kostenlosem Kaffee – sofern sie geöffnet ist. Ein klassischer Hütchenspielertrick, denn dann ist man ja bereits auf den Parkplatz gefahren.
Etwas über die Hälfte der Strecke machten wir dann in Marlborough Rast, um früh zu Mittag zu essen, oder spät zu Frühstücken. Nadcha hatten wir versprochen, dass wir Ausschau nach einem Spielplatz halten. Den fanden wir dann auch tatsächlich. In Marlborough stehen ca. 20 Häuser und neben einem Spielplatz gibt es sogar ein Freibad. Wie geil ist das denn? Sehr geil dachten wir uns und konnten es kaum erwarten ins Wasser zu springen.
Zu unserer Verwunderung kostete die 31°C warme Erfrischung sogar Eintritt. 3 AUD für Erwachsene und 2 AUD für Kinder. Na das ist doch zu verkraften und gut investiertes Geld für eine Abkühlung und etwas Bewegung. Wie eine Erfrischung fühlte es sich bei 37°C tatsächlich an und die Hälfte des Beckens war sogar mit Sonnensegeln beschattet.
Nadcha spielte sogleich mit der Tochter der Bademeisterin und es wurde gemeinsam nach Ringen getaucht – pausenlos. Auch dieses Schwimmbecken wird mit Salz anstatt mit Chlor sauber gehalten, oder desinfiziert, oder wie man dazu sagen mag. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass Nadcha keine juckenden Hautstellen an den Armbeugen hat und man unter Wasser auch problemlos die Augen öffnen kann.
Um 12.30h machte die Bademeisterin dann Mittagspause und wir uns wieder auf den Weg. Vorher gab es aber noch ein Stück Zuckerrohr als Nachtisch – so wie ich es als Kind früher gegessen habe. Kauen und Aussaugen. Nadcha liebt es. Vor Marlborough hatte ich eine Stange von einem Feld geschlagen.
Zurück auf der Strasse dauerte es dann keine 5 Minuten, da war Nadcha auch schon eingeschlafen und schlief fast den gesamten Rest der verbleibenden Strecke. Kurz vor Rockhampton ging es links ab Richtung Küste nach Yeppoon. Ein größeres Städtchen mal wieder. Wir hatten uns noch in Marlborough an einem öffentlichen Telefon einen Campingstellplatz mit Meerblick gesichert. Seit einiger Zeit sind die öffentlichen Telefone für alle nationalen Gespräche in Australien – na… – kostenlos und unsere Reservierungen somit sehr einfach, wenn es mal nicht online zu reservieren geht.
Rückwärts eingeparkt auf unserem Platz und schon waren wir auf den Weg an den Strand. Über diesen machten wir uns auf den Weg in Zentrum und zum dortigen Wasserspielplatz. Weil gerade Ebbe war, war der Strand ziemlich breit und weitläufig, so dass wir jedes Krokodil schon von weiten gesehen hätten.
Nadcha war auf ihrem Wasserspielplatz wieder im Glück und rannte zwischen den Wasserfontänen hin und her. Sie würde wahrscheinlich noch immer dort rumlaufen, wenn wir gegen 18h nicht darauf gedrängt hätten, zum Camper zurück zu gehen, um zu Abend zu essen.
Funfact
- An Highways wird kostenloser Kaffee angeboten, um Fahrer zu einer Pause zu animieren
- In Australien sind alle nationalen Gespräche von einer öffentlichen Telefonzelle kostenlos





Koordinaten: S 23.12051 & O 150.74949
what3words: forstamt.züchter.trocknet