Aoraki

Aoraki

Heute wachten wir mit einem der schönsten Rückfenster-Ausblicke unserer Reise auf. Unser Camper stand direkt am Ufer des Lake Pukaki. Auch wenn das Wetter vorerst noch etwas grau wirkte, blickten wir mit Kaffee und in Decken gekuschelt auf den See und die Berge im Hintergrund. Malerisch schön. Der See lud zu einer morgendlichen Schwimmrunde ein, aber bei 15 Grad Aussentemperatur entschieden wir uns, anders als gestern Abend überzeugt angekündigt, gegen eine Erfrischung.

Wir starteten lieber frühzeitig, denn heute war bereits eine „größere“ Wanderung im Mt Cook Nationalpark geplant. Zuerst mussten wir aber noch Frischwasser auffüllen und Abwasser ablassen, denn erneut hatten wir einen Campingplatz ohne Wasser und Strom gebucht. In Neuseeland standen wir vermutlich schon jetzt häufiger frei als auf unserer gesamten Australienreise. Abgesehen von der deutlich besseren Verfügbarkeit und attraktiveren Plätzen, liegt das wohl auch an unserer gewonnen Erfahrung. Wir sind mutiger geworden und stehen auch mal drei oder vier Tage unpowered. Eigentlich ist die heiße Dusche eher der limiterende Faktor.

Nach dem „Auftanken und Ablassen“ ging es dann auf zum Nationalpark und unserem Campingplatz. Wir fuhren auf der anderen Seite des Lake Pukaki entlang und schon nach kurzer Zeit eröffneten sich wunderschöne Blicke durch das mit gelben Gräserlandschaften überzogenen Tal auf Aoraki und die umgebende Bergkette. Auf dem Campingplatz suchten wir uns einen schönen Stellplatz mit Rückfenster-Blick auf den Gletscher des Mt Brunner aus und dann ging es los. Der von uns ausgesuchte Hooker Valley Track war mit 10 km (inklusive Rückweg) zum Hooker Lake angegeben. Nadcha schaffte den gesamten Hinweg und auch einen Teil des Rückwegs zu wandern, bevor Marc Packesel spielen musste. Der Weg war einfach, mit wundervollen Ausblicken auf die Gletscher und Berggipfel und leider stellenweise auch sehr gut besucht. Hooker Lake und die darauf schwimmenden Eisschollen waren ein gigantisches Wanderziel. Der Gletschersee, der aus den umgebenden Gletschern gespeist wird, hatte eine türkis-milchige Farbe und bei drei Grad Celsius wollte selbst Nadcha keinen Schwimmversuch starten. Umgeben von den umliegenden Berggipfeln, Gletschern und blauem Himmel war dieser Ort heute erneut ein optischer Hochgenuss.

Am Abend, als die Sonne hinter den Bergen verschwand wurde es sehr schnell kühler und wir verschwanden mit einer heißen Suppe im Camper mit Blick auf dieses unglaubliche Bergpanorama.

Koordinaten: S 43.71832 & O 170.09270

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