Christchurch
Heute morgen war es mit 16°C empfindlich kalt. So fühlt sich also der Sommer in Neuseeland an. Da sehne ich mir doch Australien wieder herbei. Mit den ersten Sonnenstrahlen wurde es dann aber schnell wieder wärmer bis auf kühle 21°C – mehr war nicht drin.
Erneut ein Tag in Christchurch sollte es heute sein. Wir wussten bereits, dass wir für den Bus Bargeld benötigen würden. In welcher Zeit leben die Neuseeländer eigentlich? Da war das Reisen in Australien aber deutlich angenehmer. Aller Ärger half jedoch nicht und ich fuhr mit dem Camper zum nächsten Geldautomaten, während Nanette und Nadcha sich die Zeit auf dem Hüpfkissen vertrieben.
Nach meinem Ausflug packten wir noch schnell die Tasche, damit es endlich losgehen konnte. Hier musste sorgfältig geplant werden. An Tongs (Flip Flops) war nicht mehr zu denken. Die lange Hose wurde als Backup eingepackt, ebenso unsere Jacken. Der Bus kam pünktlich und ich fragte zur Sicherheit nochmals nach, ob man nicht doch mit der Kreditkarte zahlen kann. Nein kein Eftpos und kein Tap-on. Hier ist Bargeld der König. Also zückte ich meine Geldbörse und hielt dem Busfahrer freudig meinen 50 NZD Schein hin um die 4,20 NZD für die Bustickets in die Stadt zu zahlen. Dieser schaute mich jedoch ziemlich entgeistert an und schüttelte nur langsam den Kopf. „You don’t pay with a 50 Dollar bill in a Bus“. Wir befanden uns wohl in einer Patt Situation… Ich fragte in den Bus rein, ob jemand Geld wechseln kann, leider ohne Erfolg. Eine Dame streckte mir ihre Buskarte hin, auf der aber nicht mehr genug Guthaben war. Und jetzt? Ich schaute den Busfahrer an und machte große Augen. Wir waren wohl inzwischen deutlich hinter seinem Zeitplan, da er uns nur durch winkte, die Türe schloss und auf das Gaspedal drückte. Das Fazit dieses Ereignisses: In Neuseeland sind die Leute nicht mehr so entspannt wie in Australien.
In Christchurch angekommen waren wir gespannt auf das internationale Straßenkünstlerfest. Als hätte man auf uns gewartet ging auch direkt eine Performance los, als wir an einer der vielen Bühnen ankamen. Dies animierte uns dazu, Nanettes Picknickdecke auszubreiten und uns dem Spektakel hinzugeben. Die Akrobatik Show war toll und mit viel Witz. Nadcha war so begeistert, dass sie mit der Frau aus dem Duo hinterher unbedingt ein Bild haben wollte, was auch gemacht wurde. Nach der Vorstellung trieb uns der Hunger dann zielstrebig in Richtung Christchurch Market – einer Ansammlung von Fingerfood-Geschäften aus aller Welt.
Trotz Straßenkünstlerfest schien die zweitgrößte Stadt Neuseelands jedoch ziemlich überschaubar besucht. Hier hatten wir deutlich größere Menschenmassen erwartet. Auch wenn bereits vieles wieder aufgebaut ist, scheint sich die Stadt nur langsam von dem verheerendem Erdbeben zu erholen…
Am frühen Abend ging es dann nach einem super Tag zurück zum Camper. Wir hatten genug Zeit und Gelegenheit den 50 NZD Schein klein zu machen und somit verlief die Rückfahrt mit dem Bus auch reibungslos.





