Coromandel
Heute Morgen spielten sich rührende Abschiedsszenen ab. Die Kinder waren sehr traurig, dass alle Familie nun aufbrechen wollten und Visitenkarten wurden ausgetauscht. Nach dem „Frischmachen“ der Autos machten sich alle auf die Strecke.
Wir fuhren eine wunderschöne Küstenstrecke, entlang vieler Buchten und kleiner Örtchen, Richtung Norden. Auf Empfehlung von Flo, den wir in Tongariro getroffen hatten, wollten wir in Whangapoua Halt machen, um von dort einen kleinen Wanderweg über einen Hügel zum New Chums Beach zu absolvieren – einem der schönsten Strände Neuseelands, der nur per pedes erreichbar ist. Bereits nach einer Stunde fuhren wir also in Whangapoua ein und wer war saß bereits auf der Picknickbank neben dem Spielplatz? Mats samt Familie. Die Kinder freuten sich riesig und spielten sofort auf dem großen Spielplatz. Auch Carsten und Vanessa hatten geplant, die kurze Wanderung zur New Chums Beach zu machen und schnell war beschlossen, dass wir gemeinsam losziehen. Allerdings mussten wir uns noch etwas gedulden, da wir gerade Höchststand der Flut hatten und die Wanderung nur zwei Stunden vor und nach Ebbe empfohlen wird.
Nach einer Stunde hatten wir jedoch keine Lust mehr zu warten, zogen uns die Schwimmsachen drunter und los ging’s. Wir liefen am Strand entlang bis zu einem Wasserarm, der bis zur Hüfte reichte. Das war also der Grund für die „Ebbe-Empfehlung“. Wir packten die Kinder kurzerhand auf die Schultern und wateten durch das Wasser. Dann ging es auf Steinen 500m entlang der Küste und die Kinder hielten gefühlt an jeder Fels- und Steinspalte, um Muscheln und Krebse zu suchen. In dem Tempo hätten wir den Strand auf der anderen Seite des Hügels wohl nie erreicht. Also wurden die Kinder wieder auf den Schultern der Väter bis zum Einstieg des Wanderwegs transportiert. Der Weg war abenteuerlich und vermutlich waren wir auch nicht ganz richtig, denn es ging durch dichten Dschungel nach oben – die Kinder hatten großen Piraten- und Entdeckerspass. Endlich zeigte sich ein vernünftiger Weg, der hoch zum Hügel führte. Oben angekommen, hatten wir einen traumhaften Blick auf den menschenleeren New Chums Beach. Dort wurde gepicknickt und Marc und ich stürzten uns außerdem mutig in die Wellen. Der Strand war wirklich ein Traum und aufgrund unserer Ungeduld auch völlig leer gefegt. Erst als wir wieder aufbrachen, kamen uns zahlreiche Tourist entgegen, die wohl die Ebbe Empfehlung eingehalten hatten.
Erneut verabschiedeten wir uns, denn wir wollten uns den hiesigen Campingplatz anschauen und die anderen zog es noch weiter. Dieser gefiel uns jedoch nicht und so fuhren wir 30 Minuten weiter Richtung Coromandel. Das nette Städtchen bietet verschiedene Campingplätze und wir entschieden uns für einen Platz etwas außerhalb. Dort angekommen, checkten wir uns ein und noch während des Parkvorgangs kam uns ein schnell atmender Carsten entgegengelaufen. Auch sie hatten den Campingplatz gewählt, allerdings den hinteren und einsameren Teil, der uns von der Campingplatz-Lady aufgrund der Gravelroad nicht empfohlen wurde. Aber wenn Carstens 7,5m Motorhome den Weg schafft, dann schaffen wir das auch. Also standen wir die Nacht erneut nebeneinander auf einem tollen Platz direkt am Meer, die Kinder spielten am Strand und wir genossen ein gemeinsames Bier mit Blick auf die Wellen. Herrlich.







Koordinaten: S 36.74310 & O 175.47710
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