Curio Bay

Curio Bay

Diese Nacht werden wir auf dem schönsten Stellplatz unserer Reise verbringen – auf Standplatz Purple 4, auf einer Felsklippe direkt über dem Meer. Gerade sitzen wir hier bei Sonnenuntergang und schauen auf die sich brechenden Wellen und lauschen dem beruhigenden Geräusch. Hier stehen wir schon seit kurz nach Mittag, denn unsere Autofahrt beschränkte sich heute auf 60 km Richtung Süden. Von einer Campnachbarin in Kaikoura hatte wir den Tip für den Campingplatz erhalten, denn in Curio Bay soll man mit Delfinen schwimmen und Pinguine beobachten können. Und das wollten wir natürlich ausprobieren.

Mit Liegehandtüchern, Eimer, Schwimmsachen und Schwimmring ging es daher nach der Ankunft sofort zum 100m entfernten Strand auf der anderen Seite der Felszunge und ins Wasser. Denn wir hatten bereits eine Gruppe Hector Define im Wasser gespottet. Das Wasser war eisig kalt, aber was tut man nicht alles für einen Moment mit einem Delfin im Wasser. Und es lohnte sich. Scheinbar waren die Delfine sehr an Nadchas buntem Schwimmreifen interessiert, denn vier Tiere schwammen immer wieder um uns herum und Nadcha erzählte sogar, dass sie berührt wurde. Man konnte die Tiere im klaren Wasser hervorragend sehen und man hätte die Hand nur ausstrecken müssen. Oh Mann, was für ein besonderer Moment. Diesen konnten wir nicht auf Fotos festhalten, aber wir werden ihn ewig im Kopf behalten, Die Delfine surften in den Wellen und schossen um uns herum, den Schatten im Wasser war nur schwer zu folgen. Nadcha war begeistert und fast ein wenig ängstlich, weil die Tiere so nah bei uns schwammen. Nach 10 Minuten mussten wir allerdings schweren Herzens aus dem Wasser. Nadcha schlotterte und auch wir konnten die warmen Sonnenstrahlen und ein Handtuch sehr gut gebrauchen.

Den ganzen Nachmittag verbrachten wir am Strand und bevor es zur heißen Dusche und zum Abendessen ging, wollte Nadcha unbedingt noch mal ins Wasser. Zwar waren die Delfine bei dieser Schwimmrunde weiter entfernt, aber ein Robbe schwamm direkt auf uns zu. Sie kam so nah, dass wir ein wenig auswichen. Eigentlich sollen die Tiere im Wasser ziemlich verspielt sein und manchmal den Kontakt zu Menschen suchen. Als der Koloss allerdings auf Nadcha und mich zukam, war mein Respekt groß.

Abends nach dem Abendessen über den Wellen, machten wir noch einen kleinen Spaziergang zu einem versteinerten Wald am Meer. Dieser ist ca 180 Millionen Jahre alt und entstand durch Schichtfluten vulkanischen Materials, dass durch Erosion wieder abgetragen wurde. Erneut ein imposanter Ort, den wir hier erfahren durften. Auch konnten wir in der Ferne erneut Gelbaugenpinguine beobachten. Was für ein wundervoller Tag.

Koordinaten: S 46.66170 & O 169.10355

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