Final Countdown
Heute sollte für uns der letzte voll Tag vor unserer Abreise in Auckland anstehen. Auf unserer Liste stand das brisante Thema Koffer packen, was wir uns für den Abend aufheben wollten. Wir begaben die Planung für den Tag in die Hände der KI (künstlichen Intelligenz) von Microsoft und suchten über Suchmaschine Bing nach „was kann man mit Kindern in Auckland machen?“. Wir waren doch sehr überrascht, als wir als ersten Treffer einen Besuch im „Auckland War Memorial Museum“ vorgeschlagen bekamen. Uns beschlich flüchtig der Gedanke, dass die KI wohl der Untergang der Menschheit sein wird und entschlossen uns dann der Empfehlung zu folgen.
Glücklicherweise stellte sich heraus, dass das Museum auch viele andere tolle Felder abdeckte, wie Vulkane, Geschichte der Maori und Neuseelands, Tierwelt und Zeitgeschichte. Die Kriegsausstellung befand sich im obersten Stockwerk und konnte daher von uns hervorragend ignoriert werden. Der Eintritt kostete uns inklusive Maori Kulturvorstellung 120 NZD. Für Auckländer und Neuseeländer war der Eintritt frei. Würde Neuseeland zur Europäischen Union gehören, wäre dieses pikante Vorgehen wohl wegen Diskriminierung nicht möglich.
Dennoch, wir hatten eine tolle Zeit im Museum, da es viel zu erkunden und anzufassen gab. Besonders beeindruckend war die Tatsache, dass Auckland auf einem riesigen aktiven Vulkangebiet, bzw. einem Vulkan steht und ein Ausbruch ca. alle 5.000 Jahre stattfindet. Der letzte Ausbruch liegt ca. 600 Jahre zurück, was uns nicht wirklich beruhigte. Wissenschaftler gehen von einer 15% bis 65% Wahrscheinlichkeit aus, dass der nächste Ausbruch innerhalb der nächsten 50 Jahre stattfinden wird. Auch das war nicht wirklich beruhigend, da man es bei so einer großen Wahrscheinlichkeitsspanne auch anders ausdrücken könnte: Wir haben absolut keine Ahnung! Und mit einem Mal waren wir froh, dass es morgen bereits nach Hause gehen sollte.
Am frühen Nachmittag ging es für uns per Pedes durch den angrenzenden Park zurück zum Hotel. Unterwegs fanden wir erneut ein tolles Cafe, in dem wir uns stärkten, um eine letzte Shoppingrunde einzulegen. Nach insgesamt ca. 18.000 Schritten an diesem Tag kamen wir erschöpft in unserem Hotel an und machten uns an die herausfordernde Arbeit die Koffer zu packen. Wir waren mit 3 Gepäckstücken und einer Kraxe im Koffer aufgebrochen. In weiser Voraussicht hatten wir bereits vor einiger Zeit in Neuseeland eine 80L Tasche gekauft und unsere Kraxe an Bernhard und Ann verschenkt. Dennoch wurde es knapp mit dem Platz. Aber wir schafften es die insgesamt 73kg Klamotten und Souvenirs in den 4 Gepäckstücken (und 3 Handgepäckstücken) zu verstauen. Morgen würden wir dann schauen, wie wir alles an den Flughafen bekommen würden.



