Fox und Franz-Josef Gletscher

Fox und Franz-Josef Gletscher

Hier ist die große Natur. Hier kann man bestimmt Kiwis sehen

Nadcha

Nadcha nutzte das Trampolin heute Morgen nochmal ausgiebig mit ihren neuen Freunden und dann verliessen wir Haast. Wir hatten gestern Abend noch einen staatlichen Campingplatz an Lake Mapourika herausgesucht, was ca. zwei Stunden Fahrt bedeutete. Bis dahin lagen aber heute einige Highlights auf der Strecke, die wir unbedingt anschauen wollten. Denn heute fuhren wir durch einen riesigen Nationalpark, der ebenfalls als Weltkulturerbe eingestuft ist. Denn hier treffen verschneite Berge, Gletscher, Gletscherseen, Regenwald und die Tasmanische See aufeinander. Wir fuhren durch eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft, die wirklich alles zu bieten hat und deren Farben einfach unbeschreiblich sind.

Den ersten Stop machten wir auf einem Parkplatz nahe des Fox Gletschers. Hier trafen wir auch auf einen alten bekannten – Aoraki / Mount Cook – jetzt nur von seiner anderen Seite. Wir starteten einen Wanderweg zu einem Aussichtspunkt, von wo der Gletscher zu bestaunen war. Nach zwei Kilometern tauchte schließlich der fast unwirklich wirkende Gletscher in der Ferne auf, eingerahmt durch alten, ursprünglichen Regenwald. Und durch diesen wanderten wir und bestaunten erneut die riesigen, mit Flechten behangenen Bäume, die Farnpalmen und Moosteppiche. Sogar Nadcha war in dieser Umgebung für einen kurzen Moment sprachlos und äußerte dann ihr Zitat. Und mit dem Ausdruck „große Natur“ hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir dann auch den Start des Weges zum Franz-Josef Gletscher. Da Marc und ich den Gletscher bereits vor 8 Jahren besucht und fotografiert haben, konnten wir die Gletscherschmelze hier mit eigenen Augen feststellen. Auch wenn der Gletscher langsamer schmilzt als die anderen Gletscher weltweit, so konnten wir heute leider eine deutlich größere Fläche blanken Fels betrachten, die vor acht Jahren noch mit Schnee und Eis bedeckt war. Der Wanderweg wurde ebenfalls verlegt und daher war ein vorher-nachher Foto an der gleichen Stelle nicht möglich. Dennoch bestaunten wir eine beeindruckende Kulisse und spürten den kalten Wind auf der Haut, der vom Gletscher herüber wehte.

Um 17:30 Uhr erreichten wir, für unsere Verhältnisse sehr spät, den ausgesuchten Campingplatz und fanden nach einer Umparkaktion den für uns endlich passenden Spot. Schnell packten wir unsere Schwimmsachen und liefen runter zum See. Auf den Blick, der uns hier erwartete, waren wir nicht vorbereitet. Mit Aoraki (Mount Cook) im Hintergrund zeigten sich die schneebedeckten Berge, umringt von Regenwald und dem menschenleeren See im Vordergrund. Nur die Sandflies störten die Idylle und so verzogen wir uns nach einer ausgiebigen Runde im See in unseren Camper und kamen erst wieder heraus, um den See bei Sonnenuntergang zu geniessen.

Koordinaten: S 43.29738 & O 170.22407

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