Mangawhero Campsite, Tongariro Nationalpark

Mangawhero Campsite, Tongariro Nationalpark

Bis zu unserem nächsten Etappenziel Lake Taupo sind es noch über 200km. Aufgrund der schmalen, kurvigen Strassen und den vielen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Strassenschäden durch den Zyklon, entschieden wir die Strecke zu halbieren und buchten für heute einen staatlichen Campingplatz am Rand des Tongariro Nationalparks. Tongariro ist der erste Nationalpark Neuseelands und wird durch drei Vulkane geprägt, die Teil des pazifischen Feuerrings sind. Zwei dieser Vulkane – Ruapehu und Tongariro  – gehören zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Aufgrund der Bedeutung des Gebietes für die Maori und der herausragenden natürlichen Eigenschaften, wurde der Nationalpark mit einem doppelten UNESCO-Welterbe Status ausgezeichnet. Also hier kann man schon mal einen Zwischenstopp einlegen und campen. 

Auf dem Weg dorthin besuchten wir die Mangarero Falls und packten kurzerhand unseren Campingtisch samt -stühlen direkt am Logout aus. So konnten wir nicht nur die Wasserfälle sehen und hören, sondern auch andere Touristen beim Bilderknipsen beobachten. Gegen zwei Uhr erreichten wir unseren schön gelegenen Campingplatz, stellten den Camper ab und schnappten uns unsere Rucksäcke. Wir spazierten eine kurze, 4km lange Runde am Fuße des Tongariro und durchquerten dabei einen vielseitigen Regenwald entlang des Mangawhero River. 

Abends erhielten wir überraschenden Besuch von einem Mitarbeiter der Stadt, des Dorfes, des Landkreises? Keine Ahnung. Jedenfalls besuchte uns ein netter Herr, der uns mit einem großen Umschlag und 5 Fragebögen ausstattete. Heute findet in Neuseeland eine Volkszählung statt und wir werden mitgezählt. Alle fünf Jahre führt Neuseeland einen Zensus durch und neben allen Bürgerinnen und Bürgern müssen alle teilnehmen, die sich aktuell im Land befinden – z.B. Geschäftsreisende oder eben campende Urlauber. Nach Öffnung des Umschlages waren wir über den Umfang der Fragen erstaunt. Es geht nicht darum die genaue Anzahl der Menschen im Land zu bestimmen, scheinbar will man das Leben der Einheimischen besser verstehen. Residents müssen nämlich auch Fragen zum Einkommen, der sexuellen Identität, zum Rauchverhalten (Zigaretten), der Religion etc. beantworten. Von wegen Rückschlüsse auf Einzelpersonen – diese Details können den ausfüllenden Personen sogar mit Namen und Adresse zugeordnet werden. Wahnsinn.

Koordinaten: S 39.39226 & O 175.43014

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