Moeraki Boulders

Moeraki Boulders

Als wir heute Morgen den Campingplatz verliessen, stand unsere Planung für den Tag schon. Aber erneut kam es dann doch ganz anders. Eigentlich wollten wir bis nach Oamaru fahren, einem größeren Ort an der Küste, in dem man Zwergpinguine am Strand beobachten kann. Dazu später mehr.

Wir fuhren also los Richtung Küste und hielten an einem Schild, dass auf Felsmalereien der Maori hinwies. Im Kakadu Nationalpark in Australien waren wir so beeindruckt von den Kunstwerken der Aborigines, dass wir heute einen Stop einlegten. Aber irgendwie waren wir enttäuscht. Es gab zwar einige Felsmalereien, die jedoch bei weitem nicht so imposant und teilweise auch zerstört waren. Um 1900 hat ein Wissenschaftler Teile der Gemälde entfernt, um sie in Museen auszustellen – natürlich gegen den Willen der Maori, die diesen Ort noch heute als heilige Stätte nutzen.

Zurück am Camper bekam Nadcha großen Hunger und ich nutze die kurze Essenspause, um in unseren diversen Heftchen, Karten und Wanderbroschüren zu lesen. Dabei fand ich heraus, dass die angedachte Pinguinsichtung erneut in Hafennähe von Oamaru und auch noch kostenpflichtig angeboten wird. Also eigentlich wollen wir die Tiere lieber in unbebauter und idyllischer Natur erleben und nicht neben Schiffsanlegern. Wir waren uns einig, wir müssen umplanen. Die weitere Recherche machte uns dann auf einen Campingplatz 30km weiter südlich aufmerksam und auf einen Leuchtturm nahe Moeraki. Hier soll man Gelbaugenpinguine in freier Natur beobachten können, die gefährdetste aller Pinguinarten.

Also fuhren wir zu diesem Campingplatz, suchten uns einen schönen Stellplatz inklusive Blick aufs Meer aus und fuhren zum Leuchtturm. Ein Schild machte uns darauf aufmerksam, dass dieses Naturschutzgebiet durch die Maori verwaltet wird. Auf dem kurzen Spazierweg erwarteten uns traumhafte Blicke auf die Felsenküste. Und es dauert auch nicht lange, bis wir die ersten Pinguine entdeckten. Drei Tiere watschelten an einigen Felsen umher, dann wieder runter zum Strand und wieder nach oben. Es dauerte etwas bis wir verstanden warum die Tiere es so eilig hatten. Die Jungtiere warteten oben auf den Felsen, geschützt vor Fressfeinden, auf ihre Eltern und Essenlieferanten. Und die Eltern-Pinguine hatten mit diesen Fischlieferungen jede Menge zu tun. Wir setzen uns ins Gras und beobachteten das Treiben sehr lange und ausgiebig. Als wir die Landzunge weiter entlang liefen, konnten wir zudem hunderte Robben beobachten, die im Wasser jagten, um den besten Platz auf den Felsen kämpften oder einfach nur faul rumlagen und schliefen. Wir genossen die Zeit sehr und machten uns spät auf den Rückweg zum Campingplatz.

Vorher fuhren wir jedoch noch einmal Richtung Strand und schauten uns eine der bekanntesten Touri Attraktionen Neuseelands an. Die Moeraki Boulders. Diese Steinkugeln wirken, als hätte ein Kugelstoßer diese an den Strand „geworfen“. In allen Größen liegen die Kugeln am Strand verteilt und wurden von der herankommenden Flut umspült. Wirklich ein wunderschöner und besonderer Ort.

Koordinaten: S 45.32353 & O 170.82401

what3words: zimt.aufgeschoben.übergossen

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