Nugget Point & Cathedral Caves
Heute Morgen schien endlich wieder die Sonne aus einem strahlend blauen Himmel. Bevor wir den sehr schönen Campingplatz verliessen, ging es für uns noch etwas an den Strand und Nadcha konnte endlich die mitgebrachten Gummistiefel im seichten Wasser am testen.
Danach ging es für uns auf zu Nugget Point. Bevor wir aber die Schotterpiste vom Campingplatz komplett passiert hatten, kam uns erstmal eine Herde Schafe entgegen. Die ca. 200 Tiere standen mitten auf der Strasse und es dauerte lange, bis sich diese trauten an unserem Camper vorbei zu traben. Es hieß also erstmal Motor abschalten und warten. Aber dann tat sich schließlich doch etwas.
Zu unserem Ziel ging es ca. 15 km an einer wunderschönen Küstenstraße mit weißen Sandstränden entlang. Wenn das Wasser doch nur nicht so kalt wäre…..
Dann erreichten wir Nugget Point. Dort steht auf einer Felszunge ein Leuchtturm, umgeben von zahlreichen Felseninseln, die laut James Cook wie Goldnuggets aussehen sollen. Wir fanden zwar, dass sie einfach wie normale Steine aussehen, aber der Ausblick war trotzdem eine Wucht. Und wir konnten von der äußersten Spitze der Felszunge zahlreiche Robben von oben sichten.
Auch wenn auf einem Schild zu lesen war, dass die Anzahl der Robben aufgrund der in der Vergangenheit aggressiven Jagd des Menschen stark dezimiert wurden, scheinen die Tiere jetzt wieder überall zu liegen und zu schwimmen. Es gibt bisher kaum einen Küstenabschnitt, an dem nicht irgendjemand im Auto ruft „Da, eine Robbe“.
In unserem „Die besten Wanderungen auf der Südinsel“ Reiseführer wurde eine Wanderung ganz in der Nähe aufgeführt, die jedoch nur 1,5 Stunden vor und nach Ebbe gemacht werden kann – die Cathedral Caves. Also schauten wir nach und siehe da, wir hatten Glück – die Tiden Tabelle gab grünes Licht. Kurz vorm Ziel kamen wir uns jedoch vor wie an einem Samstag auf dem Parkplatz bei IKEA. Auf der Schotterpiste ging nur seehhr langsam voran und bald zeigte sich warum. Für diese Wanderung war ein kleiner Obolus zu verrichten, der von einem Mann in einem kleinen Häuschen eingesammelt wurde. Und der hatte die Ruhe weg trotz einer laaangen Autoschlange. Als wir endlich vorne am Häuschen ankamen, erzählte der gute Mann seelenruhig von seinen Kindern und davon wie schön die Zeit doch war als die Kinder noch klein waren. Dass er uns nicht noch auf einen Tee in sein Häuschen eingeladen hat, war schon fast verwunderlich. Endlich erhielten wir das Ticket und einen Parkplatz für unser Schiff. Wir wurden noch darauf hingewiesen, dass wir in 75 Minuten wieder am Parkplatz angekommen sein müssen, denn dann schließt er das Tor. Aha – gut dass der Mann nicht noch Geschichten aus seiner Jugend zum Besten gab -sonst wäre es echt knapp geworden.
Also starteten wir den schönen Wanderweg durch den Laub- und Farnwald bis zum Meer. Nach einer kurzen Strecke am Strand entlang kamen wir bei den Caves an. Diese sind die größten durch Meerwasser ausgehöhlten Caves der Welt und reichen mehr als 150 Meter in das Gestein. Jetzt wussten wir auch warum sie Cathedral heißen, denn sie haben eine enorme Höhe und werden tagtäglich bei Flut weiter ausgespült. Sehr beeindruckend und mit dem bis ans Meer grenzenden Wald war dieser Ort erneut magisch schön. Wir schafften es pünktlich zum Parkplatz – Nadcha legte einen richtigen Wanderspurt ein – und machten uns im Anschluss auf den Weg zum Campingplatz. Dieser befindet sich in Papatowai und liegt erneut in Strandnähe ohne Strom und Wasser.








Koordinaten: S 46.55693 & O 169.46943
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