Pelorus River Bridge

Pelorus River Bridge

Do you like Lego?

Mitarbeiter des Countdown Supermarkt

Wir waren gerade damit zugange in Nelson auf dem Countdown Supermarkt Parkplatz unseren Einkauf im Camper zu verstauen, als ein freundlicher Mitarbeiter vom Supermarkt – der die Einkaufswägen einsammelte – seinen Kopf zum Camper reinsteckte. „Magst Du Lego?“ fragte er Nadcha auf Englisch. Nadcha schaute zu uns rüber und nickte dann langsam. Kaum genickt, war der nette Mann auch schon wieder verschwunden, um ca. 3 Minuten später mit Lego zurück zu kommen. Wir hatten an ein einzelnes Legomännchen gedacht, dass er im Gepäck hätte – so wie ein netter Dänischer Campingnachbar in Kaikoura zu Beginn unserer Reise. Das war allerdings weit gefehlt. Er hatte nicht eine Packung, nicht zwei Packungen, nicht drei Packungen, nicht vier Packungen, sondern ganze fünf Packungen Lego im Arm, die er Nadcha hinhielt. Er lächelte und blickte in drei erstaunte Gesichter, die große Augen machten. Uns platzte ein „Thank you“ und „Thank you so much“ sowie ein „wow“ heraus und er sagte nur „welcome“ und verschwand wieder. Sachen gibt’s, die gibt es garnicht. Nadcha war hellauf begeistert und kaum zu halten und hätte das ganze Lego-Farmequipment – die Traktoren, Mähdrescher etc. – am liebsten sofort zusammengebaut. Wir hörten die gesamte weitere Fahrt daher immer wieder die Frage, wann wir nun endlich da wären.

Da waren wir dann ca. 1:30h später an unserem heutigen Campingplatz an Pelorus Bridge in Marlborough im Nordosten der Südinsel. Viel mehr gibt es hier auch nicht. Ein Cafe, eine Brücke, einen Fluss und sehr viel Wald. Kaum zu glauben, dass es hier sogar eine „powered site“ gibt. Das besondere an diesem Ort ist zum einen, dass diese Campsite eine der letzten „river-flats forests“ der Marlboroughs ist und zum anderen, dass genau hier Dreharbeiten zu „der Hobbit“ stattgefunden haben. 30 Meter von unserem Stellplatz trieben Bilbo und ein paar Zwerge in schweren Holzfässern den Fluss hinunter. Und das wollten wir auch gleich machen (ohne Holzfässer) – zuvor stand aber noch ein kleiner 2km Rundwanderweg auf dem Plan. Und natürlich nahmen wir uns erstmal Zeit, um Nadchas neuen Traktor zusammenzubauen.

Dann überquerten wir auf einer wackeligen Hängebrücke den Pelorus River und liefen einmal im Kreis durch dichten Wald. Der Weg war unglaublich schön, doch in der Hälfte unserer Wanderung machte Nanette unglücklicherweise Bekanntschaft mit 2 Wespen. Ohne Nanettes Verschulden – also hektische Bewegungen oder sonstiges – wurde sie von einer Wespe in den rechten Oberarm gestochen. Wir waren gerade dabei den Stachel aus dem Oberarm zu ziehen, als Nanette einen zweiten Stich in das rechte Schulterblatt kassierte und einen dritten gleich daneben. Nachdem ich die Wespe von Nanettes Schulter geflitscht hatte, hieß es „weg hier“. Wir drei machten uns sehr zügig raus aus dem Gefahrengebiet. Wir wollten es nicht darauf anlegen, dass noch mehr aggressive Wespen ausschwärmten. Somit war aber auch unsere Wanderung in Rekordzeit vorbei und wir liefen zurück zum Camper, damit ich Nanette mit der Pinzette von einem übrig gebliebenen Stachel befreien konnte.

Das Beste was wir gegen Wespenstiche zur Verfügung hatten, war kaltes Wasser aus dem Pelarus River. Also schnappten wir uns den Rucksack und gingen runter zum Fluss, nicht weit von der Stelle an der Peter Jackson sein Set eingerichtet hatte. Das Wasser war sehr kalt, aber wir schafften es alle hinein und ein bisschen fühlten wir uns wie der Hobbit, während wir uns von der sanften Strömung den kalten Pelorus River ein Stück hinunter treiben ließen, vorbei an mit Moos bewachsenen Felsen und dem bis in den Fluss reinragenden Wald.

Koordinaten: S 41.29795 & O 173.56992

what3words: einrichtung.regenwald.stadtbus

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