Tinline Bay und Collingwood
Da die Wettervorhersage für heute Nachmittag Regen angesagt hatte, nutzen wir den Vormittag für eine weitere Erkundung des Abel Tasman Nationalparks. Der Startpunkt des Great Walks in Marahau wird durch einen riesigen geschnitzen Torbogen der Maori gekennzeichnet. Und durch diesen starteten wir den Küstenweg knappe 3 km durch wunderschönen Regen- und Farnpalmenwald bis zur Tinline Bay. Die Flut war mittags auf dem Höhepunkt angekommen und statt auf Sandstrand nahmen wir unser Mittagessen in der Bucht auf einigen Felsen direkt am Wasser ein. Dann schmissen wir uns alle in Badesachen uns los ging´s. Die Wassertemperatur von ca. 20°C war angenehm kühl aber nicht eisig und Nadcha konnte hier im flachen Wasser hervorragend ihre Schwimmkünste ausbauen. Außerdem entdeckten wir in Tinline Bay eine Felsenhöhle, die wir schwimmend durchquerten und erkundeten. Was für ein Abenteuer – es blieb auch nicht bei einer Durchquerung.
Wieder auf unseren Felsen angekommen, dauerte es nicht lang bis sich erneut ein Weka sehen liess. Heute waren wir allerdings schlauer und verschlossen unsere Rücksäcke fachmännisch. Aber heute sahen wir nicht „nur“ Wekas entlang des Weges, auch ein Fächerschwanz flog uns über den Weg. Außerdem entdeckten wir einen Takahe samt Nachwuchs am Wegesrand. Der sehr seltene Vogel ist etwa so groß wie eine Hausgans und stellt die größte noch lebende Ralle der Welt dar. Takahes sind völlig flugunfähig und galten seit 1894 als ausgestorben. Erst 1948 entdeckte man wieder Exemplare und durch ein Schutzprogramm bestand die Population 2017 aus 306 Individuen. Es gleicht also einem Wunder, dass wir einen Takahe samt Nachwuchs – der allerdings sehr schnell im Gebüsch verschwand – entdeckt haben. Unglaublich, wir sind einfach Glückspilze. Deutlich wahrscheinlicher wäre es gewesen endlich auch mal einen der 30.000 noch lebenden Kiwis zu sehen.
Nachdem wir auch den Rückweg ohne Regen absolvierten, fuhren wir weiter Richtung Norden. Die Strasse schlängelte sich endlos bewaldete Bergmassive nach oben und dann wieder nach unten. Endlich kamen wir an der Küste in Collingwood an und freuten uns über den zugewiesenen Spot mit Meerblick – erneut ein wundervoller Standplatz. Wir konnten sogar noch eine knappe Stunde am Meer spielen, bevor uns der angesagte Regen in den Camper klettern liess.










Koordinaten: S 40.67505 & O 172.68171
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