Torrent Bay nach Bark Bay

Torrent Bay nach Bark Bay

7,9km Wanderweg warteten heute auf uns – ein Teil des Abel Tasman Great Walk entlang der Küste. Um nach Torrent Bay zu kommen benötigten wir heute ein Wassertaxi, dass wir gestern bereits gebucht hatten. Hierzu ging es um 10h heute Morgen zu Fuß von unserem Campingplatz entlang der Strasse zum Hauptquartier. Die kleinen Boote für 19 Fahrgäste standen auf dem Parkplatz bereits hinter ihren jeweiligen Traktoren gespannt. Das Boarding erfolgte per Ausruf des „Zielhafens“ durch die jeweiligen Skipper über eine kleine Alurampe. Nachdem alle Passagiere einen Platz gefunden hatten, wurden Schwimmwesten angezogen und der Skipper fuhr den Traktor samt Boot zur Rampe am Meer.

Zuerst ging die Fahrt am Split Appel vorbei und hierfür wurde extra ein Umweg Richtung Süden in Kauf genommen. Die Neuseeländer behaupten, dass dieser der meist fotografierte Stein der südlichen Hemisphäre ist – noch vor dem Uluru in Australien – auch wenn ihr Stein kleiner ist und aktuell kaputt ;-). Wer´s glaubt… Nachdem alle Passagiere des Boots bei einer Umrundung in Zeitlupe unzählige Bilder geschossen hatten, ging es dann endlich Richtung Norden. Auf dem Weg zu unserem Ziel lag außerdem eine Robbenkolonie, die es ebenfalls noch zu bestaunen galt. Dann aber wurde Torrent Bay ins Visier genommen. Um 11.20h setzte der Skipper rückwärts an den goldenen Sandstrand, während er seinen Anker runter ließ, an dem er das Boot später wieder vom Strand ins Wasser ziehen würde. Über die bekannte Alurampe verließen wir das Boot und waren fortan auf uns alleine gestellt. Unser nächstes Rendezvous mit dem Wassertaxi war für 15.45h in der knapp 8km entfernten Bark Bay angesetzt.

Der Wanderweg führte uns ein kurzes Stück entlang des Strandes bis zu einer Hügelkette, über die wir durch einen wundervollen Regenwald mit vielen Farnpalmen entlang der Küste wanderten. In der Hälfte des Weges machten wir unsere Mittagspause. Ein Weka ließ nicht lange auf sich warten und schaute vorbei, was wir wohl so Gutes dabei hatten. Der Weka schien ein Profi zu sein. Sehr aufdringlich nahm er alles genau unter die Lupe, jedoch ohne Anstalten zu machen etwas wegzuschnappen. In einem Moment der Unachtsamkeit schlug er dann aber zu und wir sahen ihn nur noch mit einer Tüte samt Nektarine wegrennen, die er aus unserem Rucksack herausgezogen hatte. Den Verlust der Nektarine hatte ich mir zuzuschreiben. Ein blutiger Anfängerfehler: Weder war der Rucksack verschlossen, noch lag das offene Ende in meine Richtung.

Trotz verlorener Nektarine wurden wir alle satt und wanderten weiter in Richtung Norden. Nach 8,3km und 2:53h kamen wir dann ohne weitere Zwischenfälle am goldenen Sandstrand von Bark Bay an. Nadcha ist heute wieder super gewandert und wir alle hatten uns nun ein Erfrischung verdient. Die Badesachen waren schnell angezogen und wir wateten in das angenehm kühle und ruhige Meer hinein. Ähnlich wie an unserem Campingplatz konnte man hunderte Meter hinausgehen, ohne dass das Wasser merklich tiefer wurde. Und so genossen wir die Aussicht und das tolle Wetter, bis uns das Wassertaxi pünktlich um 15.45h abholte.

Am nördlichen Ende des Sandstrandes wartete das Wassertaxi bereits auf uns und einige andere Fahrgäste. Der Skipper war sichtlich nervös, da die Ebbe bereits im Anmarsch war. Als der letzte der Passagiere einstieg, ging es sofort los. Unglücklicherweise waren wir wohl 3 Minuten zu spät und setzten auf einer Sandbank auf. Das Kommando des Skippers war knapp und unmissverständlich: Alle von Bord. So fanden sich die meisten der Passagiere nur Sekunden später hinter dem Boot im Wasser und schoben was das Zeug hielt. Glücklicherweise war die gemeinsame Anstrengung erfolgreich, sodass wir das Boot frei bekamen und mit ein paar Minuten Verspätung unsere Heimreise antreten konnten. Zurück in Marahau wurden wir als Dankeschön fürs Schieben vom Skipper per Bus sogar bis zu unseren Campingstühle gefahren.

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