Westport
Gestern Nacht tobte ein heftiges Windchen über uns hinweg und beim Blick aus dem Fenster um 23 Uhr stellten wir fest, dass unser Tisch nicht mehr neben dem Camper stand. Eine Böe hatte ihn erwischt und 20 Meter die Klippen runter gefegt. Ein großes Loch klafft nun in dem billigen Ramsch-Teil. In Wellington werden wir Maui also erneut einen Besuch abstatten und den Tisch tauschen.
Nachdem wir unsere Aussicht noch etwas genossen, fuhren wir heute weiter Richtung Norden. Nach 15 Minuten kamen wir bei den Pancake Rocks vorbei, die wir uns natürlich anschauten. Bis heute hat die Wissenschaft noch nicht eindeutig geklärt, wie die „geschichteten“ Felsen entstanden. Angenommen wird, dass der Sandstein vor Millionen Jahren durch eine chemische Erosion sowie durch Erosion der Wellen gebildet wurde – aber warum sie wie ein Pfannkuchenturm aussehen, ist bisher nicht abschließend nachgewiesen.
Einige Fahrminuten weiter, erwartete uns ein wundervoller Wanderweg, der Pororari River Track bei Punakaiki. Dieser Weg führte uns in eine Schlucht mitten durch den Regenwald, die man so wohl eher in Asien oder auf Hawai erwartet hätte. Die Kombination aus bewaldeten Hügeln, hohen Felsklippen und kristallblauem Wasser liessen uns den Weg bis zu einer Hängebrücke in 4km Entfernung laufen, und nicht nur bis zum ersten Lookout, wie eigentlich geplant. Auf dem Weg mussten wir mehrfach Brücken und Stege überqueren und auch Baum- und Felshöhlen machten den Weg spannend. An der Hängebrücke angekommen, konnte ich nicht widerstehen und sprang in das glasklare und sehr eisige Wasser.
Im Anschluss fuhren wir weiter bis Westport und dort erneut auf einem Freedom Campingplatz, um unser Abendprogramm abzuspulen: ins Meer Springen, Kochen und Spielen. Endlich können wir auch draußen sitzen abends. Wie auf magische Weise sind die Sandflies endlich verschwunden und auf lange Hosen kann verzichtet werden.







Koordinaten: S 41.73430 & O 171.60636
what3words: pfeife.zwischenzeit.oberen