Patons Rock – Nadcha im Glück

Patons Rock – Nadcha im Glück

Über unsere Camper App hatte ich von einem kombinierten Camping-Reit-Angebot gelesen, dass auch Anfängern Reiten am Strand ermöglicht. Da mussten wir nicht zweimal überlegen. Unsere pferdeverrückte Tochter war natürlich hellauf begeistert und so buchten wir einen 2,5 stündigen Ausritt für Nadcha und mich samt Campingspot bei Stay nd ride at Hackfarm. Marc, der nicht so pferdeverliebt ist, verzichtete dankend auf eine Anmeldung. Bereits um 12:00 Uhr kamen wir auf dem Reitanwesen an und wie in der App beschrieben, ist das hier ein ganz besonderer Ort. Hier gibt es alles, was das Herz der Kinder und Erwachsenen begehrt: Obstbäume mit reifen Äpfeln und Aprikosen, Schaukeln in Bäumen, einen See mit Insel samt Floss, Hängematte im Wald, Hühnerstall und jede Menge Koppeln mit unzähligen Pferden. Nadcha war total begeistert und bevor unsere Reitstunde um 15 Uhr begann, wurde alles ausprobiert und getestet.

Um 15 Uhr ging es nach unzähligem Nachfragen von Nadcha endlich los. Wir bekamen Reithelme verpasst und Pferde zugeteilt. Nadcha erhielt einen Voltigiersattel zum Festhalten sowie zwei deutsche Backpacker-Mädels zugeteilt, die ihr Pferd führten. Nach einer kurzen Einführung von Bärbel Hack – einer Deutschen, der das Anwesen hier gehört – zum Halten und Führen der Zügel, ging es los. Unsere Gruppe bestand aus Nadcha und mir sowie einem englischsprachigen Pärchen, das auch über nur wenig Reiterfahrung verfügte. Nadcha und ich waren total aufgeregt. Zwar hatte Papa mich vor Jahren mal auf seinem Reitbeteiligungs-Pferd sitzen lassen, aber Erfahrung habe ich mit Pferden sonst keine. Ich wunderte mich daher, dass Bärbel mich und die anderen Anfänger ganz alleine auf die Pferde setzte. In einer Reihe ritten wir also los. Erst über das Reitgelände, dann durch den Regenwald. Es ging ziemlich steil auf und ab und Bärbel gab immer wieder Anweisungen, wie man sich auf dem Pferd zu halten hatte. Erstaunlicherweise erreichten wir den ca. 30 Minuten entfernten Strand ohne Zwischenfälle. Die Anspannung verschwand so langsam und ich konnte das Reiten, insbesondere am Strand entlang, richtig geniessen. Die Sonne schien, kaum jemand war am Strand unterwegs und wir hatten einen wundervollen Blick auf die mit Regenwald behangenen Berge im Hintergrund. Ein Traum. Zwischendurch wurde noch ein kleiner Hai am Strand vor dem Ersticken gerettet. Nadcha strahlte über das ganze Gesicht und hielt den beiden Deutschen Mädels Referate über verschiedene Pinguin- und Delfinarten in Neuseeland – bestimmt bluten den Mädels morgen die Ohren ;-). Nach ca. zwei Stunden machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Reiterhof und die Erschöpfung machte sich auch bereits bemerkbar. Immer wieder wurde unsere Haltung von Bärbel korrigiert und Muskeln aktiviert, die ich bisher wohl eher vernachlässigt habe. Und dann machte ich mit meinem Unterschenkel eine zu ruckartige Bewegung und mein Pferd schoss los. Aaaahhhh – ein kurzer Moment der Panik, aber ich brachte das Pferd nach einigen Metern wieder zu stehen – zum Glück. Tatsächlich dauerte es eine ganze Zeit bis ich nach der Aufregung wieder ruhig wurde und ein bisschen war ich dann froh, als wir wieder am Hof ankamen. Nadcha wollte nicht absteigen. Lediglich die Hühnerfütterung und das Eiersammeln brachte Nadcha kurz auf andere Gedanken. Im Anschluss erzählte sie wieder durchgehend von Pferden und vom Reiten und wir liefen immer wieder zu den Koppeln.

Abends erlebten wir dann noch ein Highlight. Mit Taschenlampen bewaffnet liefen wir in Richtung Wald und entdeckten hunderte von Glühwürmchen in den Bäumen. Ein Wunder.

Koordinaten: S 40.79378 & O 172.74138

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